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40 Geschichten rund ums Wasser

Am zweiten Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb beteiligten sich fast 40 junge Filmerinnen und Filmer. Gestern abend waren ihre vielfältigen und eigensinnigen Beiträge zum Thema «Wasser» im Palace zu sehen.
Roger Berhalter
Glückliche Gewinnerinnen: Désirée Gnaba und Catherine Heeb. (Bild: Luca Linder)

Glückliche Gewinnerinnen: Désirée Gnaba und Catherine Heeb. (Bild: Luca Linder)

Das Palace bietet kaum Platz für alle, die gekommen sind. Jungfilmerinnen und Jungfilmer, ihre Eltern, Geschwister und Freunde, und auch unbeteiligte grafisch Interessierte aus der Stadt sind vor Ort, insgesamt fast 300 Besucher. Offensichtlich vermag der zweite Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb an diesem Sonntagabend viele Leute anzulocken.

Verbindendes Naturthema

Der Wettbewerb findet nach 2010 zum zweitenmal statt. Ursprünglich war es eine Idee des WWF, junge Filmer zwischen 13 und 30 Jahren mit einem Wettstreit zu fördern. Vor zwei Jahren galt es, Beiträge zum Thema «Biodiversität» einzureichen. Diesmal wird der Anlass vom Verein Filmwettbewerb Ostschweiz organisiert; der WWF beteiligt sich aber weiter als Partner und Sponsor. Auch das Naturthema ist geblieben: «Wasser» lautet die ziemlich offene Vorgabe für den Wettbewerb. Auch formal gibt es (fast) keine Grenzen: Vom Trickfilm über den Videoclip bis zum Dokumentarfilm ist alles erlaubt. Nur länger als fünf Minuten darf der Beitrag nicht sein.

Laien und Profis

Die Vorführung im Palace gibt einen Einblick in eine junge, eigensinnige regionale Filmszene. Die Palette der Beiträge ist breit. Sie reicht vom Stop-and-Go-Filmchen mit Knetfiguren einer St. Galler Kantischülerin bis zum ambitionierten Kurzfilm eines Absolventen der Zürcher Hochschule der Künste. Um sozusagen die Laien von den Profis zu trennen, werden die Filme an diesem Abend in zwei Teilen gezeigt und sind nach Alter der Filmemacher kategorisiert: 13 bis 20 sowie 21 bis 30 Jahre.

Gerade die jüngeren Filmemacherinnen und Filmemacher haben sich kritisch mit dem Thema «Wasser» auseinandergesetzt. Viele Beiträge prangern den (übertriebenen) Wasserverbrauch des Menschen an. Auch im Beitrag «Die Rechnung» von Peter Balicki listet ein tickender Zähler unbarmherzig auf, wie viel Liter Wasser der Protagonist beim Zähneputzen, Einkaufen oder Baden verbraucht. Damit überzeugt Balicki auch die achtköpfige Jury, die ihn in der Kategorie unter 20 Jahre als Sieger kürt.

Krabbe sucht Seeufer

Die Beiträge der älteren Filmemacher bestechen durch eine klarere Dramaturgie und einheitlichere Bildsprache. Neben einigen Videoclips sind auch einzelne Zeichentrickfilme zu sehen. Schliesslich gewinnen in dieser Kategorie Désirée Gnaba und Catherine Heeb mit ihrem Beitrag «Haga» über eine Krabbe, die vergeblich einen Zugang zum Wasser sucht, und schliesslich vor den Schranken all der privatisierten Seeufern kapitulieren muss.

www.filmwettbewerb.ch

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