30stündiges Fest zum 30. Geburtstag

Die Grabenhalle feiert heute und morgen ihr alljährliches Parkplatzfest. Zum 30jährigen Bestehen macht das Kulturlokal die Nacht zum Tag und bleibt durchgehend geöffnet. Neben einem Katerfrühstück steht auch ein Konzert auf dem Dach auf dem Programm.

Roger Berhalter
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Cinematisch: Auch die Britin Ela Orleans singt am Parkplatzfest. (Bild: pd)

Cinematisch: Auch die Britin Ela Orleans singt am Parkplatzfest. (Bild: pd)

Eigentlich begann das Parkplatzfest ja schon gestern, mit der Filmpremiere von «A Little Mountain Village» und einer Podiumsdiskussion (dazu mehr in der morgigen Ausgabe). Der musikalische (und fussballerische) Teil des Festes startet aber erst heute um 17 Uhr, mit den DJs Dilbert und Shoudelistix und der obligaten Übertragung des WM-Spiels Schweiz – Frankreich.

Brunch am Samstag

Dass sich die Grabenhalle mit einem Freiluftfest in die Sommerpause verabschiedet, hat Tradition. Schon zum siebten Mal findet das Parkplatzfest vor der Tür des Kulturlokals statt. Die Autos müssen weichen, stattdessen wird eine Bühne aufgestellt, es gibt unter anderem Bier für die Grossen und eine Kinderecke für die Kleinen.

Weil die Grabenhalle ihren 30. Geburtstag feiert, dauert das Parkplatzfest diesmal besonders lang und ist durchgehend in Betrieb. «Wir versuchen das mal», sagt Sophie à Wengen vom Grabenhalle-Team, die unter anderem für den Brunch am Samstagmorgen (ab 10 Uhr) zuständig ist. Vom Freitagabend bis zum Sonntagmorgen bleibt die Grabenhalle nonstop offen, zum 30jährigen Bestehen gibt's also ein 30stündiges Fest.

Synthesizer am Freitag

In diesen 30 Stunden haben viele Konzerte Platz. Ein «Headliner» ist nicht vorgesehen, stattdessen stehen unbekanntere, entdeckenswerte Künstler auf dem Programm. Zum Beispiel der kanadische Experimentalmusiker Zane Reynolds alias SFV Acid, der den heutigen Konzertabend eröffnet und ab 23 Uhr in der Halle auf die Knöpfe seiner analogen Acid-House-Synthesizer drückt. Auch der Amerikaner James Pants steht mit einer ganzen Armada von Synthesizern auf der Bühne und spielt eine Musik, die irgendwo zwischen 80er-Soul, Electro Boogie und New Wave angesiedelt ist.

Die Herren Bit-Tuner und Klangforscher, beide aus St. Gallen, muss man an dieser Stelle wohl nicht mehr näher vorstellen. Sie laden heute zum Tanz durch die Nacht oder eben: bis zum frühen Morgen, wenn das Katerfrühstück ruft.

Eine lebende Jukebox

Während der Freitag der tanzbare «Partyabend, aber mit Qualität» (Sophie à Wengen) sein soll, klingt der Samstag rockiger. Zunächst (ab 15 Uhr) wird's aber mit Marius und der Jagdkapelle familienfreundlich. Anschliessend setzt sich Guillaume Maupin aus Belgien mit der Gitarre in einen Pappkarton und spielt eine lebende Jukebox. Nach einer Lesung von Danielle Green und Leonid Koller spielt das schwedische Trio Kristoffer and the Harbour Heads lässigen 60s-Soul, gespickt mit Psych-Rock. Urban Junior, die nach eigenen Angaben «beste One-Man-Band der Schweiz», will sich danach auf das betonierte Vordach der Grabenhalle stellen. Ab 23.30 Uhr geht das Konzertprogramm drinnen weiter, unter anderem mit einem cinematischen Auftritt der britischen Experimentalmusikerin und Sängerin Ela Orleans.

Heute Fr, 17 Uhr; morgen Sa, 10 Uhr, Grabenhalle

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