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2018 messen sich die Ostschweizer Künstler beim «Heimspiel»

Ostschweiz Wer kommt in die Ränge, wer geht leer aus? 2018 ist wieder «Heimspiel-Jahr». Der alle drei Jahre stattfindende Kunstwettbewerb wird von den Ostschweizer Künstlerinnen und Künstlern herbeigesehnt und gefürchtet. Dieses Jahr sind zum ersten Mal auch das Kunstmuseum Appenzell und der Kunstraum Dornbirn als Ausstellungsorte beteiligt. Auch die Bad Ragartz, die in und um Bad Ragaz stattfindende Skulpturen-Triennale, ist 2018 wieder fällig; das Motto lautet «Eile mit Weile». Ein besonderes Kunstereignis findet im Sommer im Bergell unter der Federführung des Churer Galeristen Luciano Fasciati und der St. Galler Kuratorin Céline Gaillard statt: «Arte Casasegna» heisst das Projekt unter Beteiligung mehrerer Ostschweizer Kunstschaffender wie Katalin Déer, H.R. Fricker oder Valentina Stieger. Letztere stellt ausserdem im Herbst zusammen mit dem Sizilianer Renato Leotta in der Kunsthalle St. Gallen aus. Dort sind schon ab diesem Wochenende die Fotos des Heidener Kulttätowierers Herbert Hoffmann zu sehen.

Vor 30 Jahren wurde das St. Galler Museum im Lagerhaus gegründet, das sich ganz der Naiven Kunst, der Art Brut und der Aussenseiterkunst verschrieben hat. Zum Jubiläum schenkt es sich eine Ausstellung des italienischen Künstlers Antonio Ligabue, der in der Ostschweiz aufgewachsen ist. Seine energiegeladenen Werke sind zum ersten Mal in der Schweiz zu sehen (siehe Skulptur rechts).

Im Kunstraum Kreuzlingen stellt im Herbst Florian Germann aus. Endlich ist der gebürtige Kreuzlinger in der Ostschweiz in einer Soloshow zu sehen. In der Kunsthalle Wil erhält der Künstler und Galerist Werner Widmer von der Galerie Widmer/Theodoridis in Eschlikon die Gelegenheit, sieben seiner vielfältigen Werke zu zeigen.

Nach der spektakulären Ausseninstallation «Loop», die letztes Jahr aufgestellt wurde, ist das Künstlerduo Bildstein/Glatz nun mit einer Einzelausstellung im Thurgauer Kunstmuseum zu sehen.

Die Liners sind 2018 mit gleich zwei Ausstellungen vertreten: Carl August Liner im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen mit Zeichnungen und Druckgrafiken, Sohn Carl Walter Liner im Kunstmuseum Appenzell mit Gouachen und Aquarellen.

Im angrenzen Ausland darf man sich vor allem auf die Ausstellungen im Kunsthaus Bregenz freuen. Ein Höhepunkt ist die Schau der New Yorkerin Mika Rottenberg im Frühling. Sie findet in ihren Videoinstallationen eindrückliche Bilder für die Auswüchse des globalisierten Kapitalismus. Simon Fujiwara zeigt schon ab diesem Wochenende auf drei Etagen eine Rekonstruktion des Anne- Frank-Hauses in Amsterdam und hinterfragt damit die Kommerzialisierung des Holocaust. Im Kunstraum Dornbirn sind ab Mitte März drei neue Videoarbeiten der Iranerin Shirin Neshat zu sehen. Prozesse und Aktionen der Arte Povera werden im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz beleuchtet; Stoph Sauter stellt im Kunstraum Engländerbau aus.

Ostschweizer sind 2018 in Schweizer Einzelausstellungen spärlich vertreten: Die Thurgauerin Cécile Wick zeigt ihre Werke im Kunsthaus Grenchen; Fotos des St. Galler Flugpioniers Walter Mittelholzer sind im Landesmuseum Zürich zu sehen.

Christina Genova

christina.genova@tagblatt.ch

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