Zur Strafe neue Wohnungen

JERUSALEM. Als Reaktion auf die Aufnahme der Palästinenser in die Unesco will Israel 2000 neue Wohnungen in Ostjerusalem und im Westjordanland bauen lassen.

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JERUSALEM. Als Reaktion auf die Aufnahme der Palästinenser in die Unesco will Israel 2000 neue Wohnungen in Ostjerusalem und im Westjordanland bauen lassen. Zum ersten Mal reagierte die Regierung damit mit konkreten Massnahmen auf die einseitigen Schritte der Palästinensischen Autonomiebehörde zur internationalen Anerkennung Palästinas. Die Regierung in Jerusalem will zudem die Überweisung der palästinensischen Gelder einfrieren und VIP-Karten für führende Politiker im Westjordanland für ungültig erklären.

Saeb Erekat, Chef des PLO-Verhandlungsteams, nannte die Massnahmen «Erpressung». Die «unbedachten» Schritte von Ministerpräsident Netanyahu «werden uns weder einschüchtern noch von unserem Kurs abbringen», sagte Erekat.

Netanyahu beteuert, dass die jüngst genehmigten Neubauten alle in jenen Siedlungen geplant seien, die ohnehin im Rahmen «einer jeden künftigen Einigung Teil Israels bleiben». (S. K.)

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