Zentrale der Al Qaida

Das Terrornetzwerk Al Qaida nutzte unter Osama bin Laden Afghanistan bis 2001 als Zentrale für die Ausbildung von Kämpfern und die Vorbereitung von Terrorattacken. Der Westen vertrieb ab Oktober 2001 zunächst die Talibanmilizen von der Macht.

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Das Terrornetzwerk Al Qaida nutzte unter Osama bin Laden Afghanistan bis 2001 als Zentrale für die Ausbildung von Kämpfern und die Vorbereitung von Terrorattacken. Der Westen vertrieb ab Oktober 2001 zunächst die Talibanmilizen von der Macht. Beim anschliessend als Friedensmission angelegten ausländischen Truppeneinsatz musste die Nato bald feststellen, dass sie es bei den Milizen mit einer in der Bevölkerung breit verankerten Aufstandsbewegung zu tun hat. Inzwischen versuchen die rund 130 000 Mann starken ausländischen Verbände sowie rund 200 000 afghanische Soldaten die etwa 35 000 Taliban-Kämpfer unter Kontrolle zu bekommen. Der Einsatz kostet allein die USA eine Milliarde Dollar pro Monat. Bislang starben etwa 2000 Soldaten am Hindukusch, mehr als 1700 von ihnen aus den USA. 12 000 Zivilisten kamen ums Leben. Nicht eingeschlossen in diese Zahlen sind die 4000 Menschen, die in den ersten zwei Jahren nach 2001 durch die Bombardements des Anti-Terror-Einsatzes starben. (W.G.)

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