Zahlte Baukonzern Schutzgeld?

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Brasilien Im Korruptionsskandal um den brasilianischen Bau­konzern Odebrecht sind neue Vorwürfe laut geworden: Das Unternehmen soll der kolumbianischen Farc-Guerilla Hunderttausende US-Dollar gezahlt haben. Odebrecht zahlte Medienberichten zufolge zwischen 50 000 und 100 000 Dollar monatlich für «Baugenehmigungen» in von den so genannten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) kontrollierten Gebieten, um unbehelligt zu bleiben. Erstmals seien die Gelder in den 1990er-Jahren geflossen, nachdem zwei Odebrecht-Mitarbeiter von der Farc entführt worden seien. (sda)