Ostern 2011

Wo der Osterhase frei hat

Nicht überall wird Ostern gefeiert. In Australien hat der Hase gar nichts zu melden. In New York gibts eine Art Fasnacht, und im Osten wirds nass.

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Osterhasen

Osterhasen

Keystone

Osternester sind nicht in jedem Land gang und gäbe. Auch wenn vielerorts dem legendären Brauch gefrönt wird: Unterschiedlicher könnte die Auslegeordnung nicht sein.

Auch Barack Obama wird am Sonntag dem Osterbrauch frönen. Kinder dürfen hinter dem Weissen Haus Ostereier mit Löffeln anschubsen. Für alle Teilnehmer gibt's wertvolle Preise: Holzeier mit den Unterschriften des Präsidenten und der First Lady.

Vom Schädling zum Schoggihasen

In Australien ist der Hase noch immer kein Thema, denn gemeinsam mit dem Kaninchen gilt er hier als Schädling. Der Grund: Beide haben sich - mitgebracht von den Siedlern im 18. Jahrhundert - so rasend schnell vermehrt, dass sie das Weideland kahl fressen. Wer schon mal zur Osterzeit in Australien war, wird wissen, was hier gilt: Osterbilby statt Osterhasi. Der Bilby nämlich, ein kleines hasenähnliches Beuteltier, gilt als Hauptopfer der Hoppelinvasion. Angeblich gibt es nur noch etwa 600 Bilbys. Zu Ostern vermehren sie sich dann explosionsartig - in Schokoladengestalt. Eltern verstecken sie für ihre Kinder im Haus, im Garten, im Park und lassen sie suchen.

Auch in Schweden ist der Osterhase abgemeldet. Ein Osterküken stiehlt ihm die Schau. Denn es bringt nicht nur die Eier, sondern bestimmt auch die Farbe des Festes: an Ostern erstrahlt Schweden in Gelb.

In Polen bespritzen sich Kinder gegenseitig mit Wasser und schütten es anderen kübelweise über die Köpfe.

Fast karnevalistisch geht es am Ostersonntag auf New Yorks Fifth Avenue zu: Bunt und schrill gekleidete Menschen und fröhliche Blaskapellen feiern auf prächtig geschmückten Wagen. Die «Easter Parade» zieht durch Manhattan.