Wahlerfolg der NPD

Deutschland In den Wahlen der Kreistage, Landräte und Bürgermeister im ostdeutschen Bundesland Sachsen hat die CDU am besten abgeschnitten. Die rechtsextreme NPD, die vor vier Jahren in den sächsischen Landtag einzog, ist voraussichtlich in alle zehn Kreistage gelangt.

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Deutschland

In den Wahlen der Kreistage, Landräte und Bürgermeister im ostdeutschen Bundesland Sachsen hat die CDU am besten abgeschnitten. Die rechtsextreme NPD, die vor vier Jahren in den sächsischen Landtag einzog, ist voraussichtlich in alle zehn Kreistage gelangt. Im Schnitt erhielt sie 5,1 Prozent (2004: 1,3 Prozent). In der Ortschaft Reinhardtsdorf-Schöne in der Sächsischen Schweiz kam die NPD gar auf 25,2 Prozent – vor der CDU mit 21,7 Prozent. Die Sächsische Schweiz nahe der Grenze zu Tschechien gilt als Hochburg der Rechtsextremisten. (dpa)

Deutschland

Merkel und Sarkozy einig

Im Streit über in der EU geltende CO?-Grenzwerte für Autos haben sich Deutschland und Frankreich gestern geeinigt. Kanzlerin Merkel sagte nach eine Treffen mit Präsident Sarkozy in Straubing in Niederbayern: «Es ist ein wichtiger Durchbruch gelungen.» Details wurden zunächst nicht bekannt. Die EU-Kommission will die Autohersteller zwingen, den CO?-Ausstoss von Neuwagen bis 2012 auf einen Durchschnittswert von 120 Gramm pro Kilometer zu verringern. Die Autohersteller Frankreichs und Deutschlands hatten bisher sehr unterschiedliche Interessen. (rtr/ap)

Japan

Schritt für den Klimaschutz

Japan will seinen Kohlendioxidausstoss bis zum Jahre 2050 um 60 bis 80 Prozent senken. Für die kommenden zwölf Jahre kündigte Ministerpräsident Fukuda gestern eine Senkung um 14 Prozent an, wie sie auch in Europa realistisch sei. Sein Land sei zu schwierigen Schritten bereit, um mit gutem Beispiel voranzugehen, sagte Fukuda in Tokio. Er hoffe, dass es auf dem G-8-Gipfel im Juli zu einem Konsens über Massnahmen zum Klimaschutz kommen werde. Japan ist Gastgeber dieses Gipfels, in dessen Mittelpunkt der Klimawandel sein wird. (ap)

Sudan

Einigung über Ölstadt

Der Konflikt in Sudan um die ölreiche Stadt Abjej soll entschärft werden. Dies vereinbarten der sudanesische Präsident Omar al-Bashir und Salva Kiir, der Präsident der teilautonomen südsudanesischen Regierung. Sie einigten sich auf eine unparteiische Interimsregierung für die Stadt, berichtete gestern der britische Radiosender BBC. Nach der am Sonntagabend unterzeichneten Übereinkunft sollen internationale Vertreter über die Verwaltungsgrenzen Abjejs entscheiden.

Wegen der Ölvorkommen in der Region erheben Nord und Süd Anspruch auf die Stadt. (dpa)

Frankreich

Chirac gründet Stiftung

Gut ein Jahr nach dem Ausscheiden aus dem Amt hat sich der frühere französische Staatschef Jacques Chirac mit der Gründung einer Umwelt- und Kulturstiftung zurückgemeldet. «Wir müssen die Verschiedenheit der Kulturen ins Herz des Menschheitsprojektes stellen», forderte er zum Start der nach ihm benannten Stiftung. Seine Stiftung soll sich auch um den Schutz bedrohter Sprachen bemühen. (ap/dpa)

Afghanistan

Anschlag gegen Briten

Durch einen Selbstmordanschlag in der südafghanischen Provinz Helmand sind am Sonntag drei britische Soldaten getötet worden. Ein Soldat wurde verletzt, wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte. (dpa)

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