Vierte AKW-Panne

Frankreich Im AKW Tricastin in Südfrankreich sind am Mittwoch 100 Mitarbeiter leicht kontaminiert worden, als radioaktiver Staub aus einem Schlauch entwich. Für niemanden habe Gesundheitsgefahr bestanden. teilte der Stromkonzern EDF mit.

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Frankreich

Im AKW Tricastin in Südfrankreich sind am Mittwoch 100 Mitarbeiter leicht kontaminiert worden, als radioaktiver Staub aus einem Schlauch entwich. Für niemanden habe Gesundheitsgefahr bestanden. teilte der Stromkonzern EDF mit. Die Atomaufsichtsbehörde stufte den Vorfall auf einer Skala von 0 bis 7 zwar auf der niedrigsten Stufe ein. Doch Experten sind nach der vierten Atom-panne innert zwei Wochen alarmiert. «Bei keinem anderen Unfall in Frankreich waren bisher so viele Menschen betroffen», sagte Monique Sené, Vorsitzende der unabhängigen Atomwissenschafter-Organisation GSIEN. (ap)

Serbien

Diplomaten kehren zurück

Serbien schickt die wegen des Streits um die Unabhängigkeit Kosovos aus den europäischen Hauptstädten abgezogenen Botschafter wieder zurück auf ihre Posten. Das kündige Aussenminister Vuk Jeremic gestern an. Damit geht die Regierung in Belgrad nach der Verhaftung des ehemaligen bosnischen Serbenführers Radovan Karadzic einen weiteren Schritt auf die Europäische Union zu. (ap

Todesstrafe

Exekutionen nehmen zu

Die Zahl der Hinrichtungen ist 2007 weltweit erneut gestiegen. In 26 Staaten wurden laut der Menschenrechtsorganisation Hands Off Cain (Hände weg von Kain) 5851 Todesurteile vollstreckt. 2006 seien es 5635 gewesen. In China wurden die meisten Menschen hingerichtet, etwa 5000. In den USA wurden 42 Menschen hingerichtet, elf weniger als 2006. Starke Zunahmen habe es in Iran, Saudi-Arabien und Pakistan gegeben. In Iran wurden 2007 mindestens 355 und in Saudi-Arabien 166 Todesurteile vollstreckt. 2006 waren es 215 beziehungsweise 39. Beide Staaten sollen auch Minderjährige exekutiert und gegen die UNO-Konvention über Kinderrechte verstossen haben. (ap)

USA

Hilfe für Hausbesitzer

Das US-Repräsentantenhaus hat eine Gesetzesvorlage zur Beruhigung des kriselnden Immobilienmarktes verabschiedet. Die von Demokraten und Republikanern ausgehandelte Vorlage sieht Bundeshilfen für etwa 400 000 Hausbesitzer bei der Umschuldung von Krediten und die Möglichkeit einer Finanzspritze für die taumelnden Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac vor. Präsident Bush hatte vor der Abstimmung seinen Widerstand gegen die Gesetzesvorlage aufgegeben. (ap)

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