Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vier Verletzte bei Schiesserei am Youtube-Hauptquartier – Täterin identifiziert

Bei einer Schiesserei auf dem Firmengelände von Youtube sind am Dienstag eine Frau getötet und mindestens vier weitere Menschen verletzt worden. Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei von San Bruno um die mutmassliche Täterin. Sie habe sich selbst erschossen.
Christof Krapf
Die mutmassliche Schützin hat sich selber erschossen.

Die mutmassliche Schützin hat sich selber erschossen.

Das wissen wir:

  • Vier Verletzte bei Schiesserei am Youtube-Hauptquartier, Mann in kritischem Zustand
  • Mutmassliche Täterin erschiesst sich selber Schützin ist die 39-jährige Nasim Aghdam, sie kannte die Opfer wohl nicht

Das wissen wir nicht:

  • Das Motiv der Schützin ist nicht bekannt
  • Es wird spekuliert, dass sie sich von Youtube diskriminiert fühlte

Die Polizei von San Bruno hat getwittert, dass die Identität der Schützin bekannt ist. Es handelt sich um die 39-jährige Nasim Najafi Aghdam. Laut verschiedenen Medienberichten betrieb sie einen Youtube-Kanal und fühlte sich von Youtube diskriminiert.

The suspected shooter in today’s YouTube incident has been identified. Please see press release for details - https://t.co/Xvr2l9bB9s pic.twitter.com/NEBoX3WWK5

— San Bruno Police (@SanBrunoPolice) 4. April 2018

Die Leiche der Frau wurde laut dem lokalen Polizeichef Ed Barberini im Inneren eines der YouTube-Gebäude gefunden. Zu ihrer Identität und ihren Motiven machte er keine Angaben. Auch der genaue Ablauf des Vorfalls sei noch unklar.

Die Verletzungen der Opfer seien behandelbar, sagte er weiter. Ein Mann soll sich allerdings in kritischem Zustand befinden, berichtete der Sender KTVU. Die Verletzten wurden in umliegende Spitäler gebracht.

Die Polizei war nach Notrufen mit einem Grossaufgebot an Einsatzkräften auf dem Gelände des Google-Tochterunternehmens in San Bruno, einem Vorort von San Francisco, eingetroffen. Beschäftigte der auf die Verbreitung von Webvideos spezialisierten Firma flüchteten laut Barberini zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Gebäude.

An Erdbeben geglaubt

Die Schüsse fielen in einem Innenhof, wo die YouTube-Angestellten üblicherweise zu Mittag essen. Augenzeugen berichteten, Angestellte hätten panisch die Flucht ergriffen. Er habe in einer Konferenz gesessen, als Menschen davon rannen, schrieb der YouTube-Beschäftigte Todd Sherman im Kurzbotschaftendienst Twitter. Anfangs habe er noch gedacht, es handle sich um ein Erdbeben.

Auf der Flucht zum Ausgang habe er dann "Bluttropfen auf dem Boden und den Stufen" gesehen, berichtete Sherman weiter. Draussen sei er auf Polizeifahrzeuge getroffen, aus denen Beamte mit Schusswaffen gesprungen seien.

US-Präsident Donald Trump dankte den "phänomenalen" Polizeikräften für ihren Einsatz. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen Betroffenen," twitterte Trump. Die Behörden gehen nicht von einem terroristischen Hintergrund der Tat aus. Die Leitung der Ermittlungen habe die Polizei San Bruno, teilte die Bundespolizei FBI mit. Dies wird als Zeichen gewertet, dass es sich nicht um einen Angriff gegen den Staat handelt.

Was just briefed on the shooting at YouTube’s HQ in San Bruno, California. Our thoughts and prayers are with everybody involved. Thank you to our phenomenal Law Enforcement Officers and First Responders that are currently on the scene.

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 3. April 2018

Trauriger Alltag

Schusswaffenvorfälle mit Toten und Verletzten sind in den USA trauriger Alltag. Nur selten werden die Angriffe allerdings von Frauen verübt. Der jüngste Vorfall fällt mitten in eine heftige Debatte um die weite Verbreitung von Schusswaffen in den Vereinigten Staaten und um das laxe Waffenrecht.

Mehr als 1,5 Millionen Menschen hatten am 24. März landesweit für schärfere Waffengesetze demonstriert. Angeführt wurde der "Marsch für unser Leben" von Überlebenden des Schulmassakers in Parkland im Bundesstaat Florida. Dort hatte ein früherer Mitschüler am Valentinstag 17 Menschen erschossen. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.