Verfahren gegen François Fillon

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Paris Die französische Justiz hat gegen den Präsidentschaftskandidaten François Fillon ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dem konservativen Politiker wird unter anderem eine Veruntreuung von Staatsgeldern vorgeworfen. Das sagte der Anwalt des 63-Jährigen, Antonin Lévy, gestern der Nachrichtenagentur AFP. Hintergrund ist die Affäre um den Verdacht einer Schein­beschäftigung von Fillons Frau auf Parlamentskosten.

Die Untersuchungsrichter hatten François Fillon eigentlich erst für Mittwoch vorgeladen. Die Befragung wurde aber um 24 Stunden vorgezogen, damit sie in «Ruhe» stattfinden könne, wie Anwalt Lévy sagte. Der Fall hat ein gewaltiges Medieninteresse ausgelöst.

Auch Macron im Visier der Justiz

Die französische Justiz hat zudem Vorermittlungen im Zusammenhang mit einer USA-Reise des damaligen Wirtschaftsministers und jetzigen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron aufgenommen. Die Pariser Staatsanwaltschaft prüft dabei unter anderem den Vorwurf der Günstlingswirtschaft. Dies bestätigten Justizkreise gestern in Paris. (sda)