Verdächtiger nach Tötung von Polizistin identifiziert

Nach der tödlichen Attacke vom Donnerstag auf eine Polizistin südlich von Paris ist der mutmassliche Täter identifiziert. Zwei Menschen aus dem "sehr nahen Umfeld" des Verdächtigen seien bereits festgenommen worden, verlautete am Freitag aus Ermittlerkreisen. Die Polizei geht von einem Zusammenhang mit dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" aus.

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Spurensicherung nach dem Mord in Montrouge. (Bild: Keystone)

Spurensicherung nach dem Mord in Montrouge. (Bild: Keystone)

In Montrouge südlich von Paris hatte ein Mann am Donnerstagmorgen - einen Tag nach dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" mit zwölf Toten - eine Polizistin erschossen und einen Mann schwer verletzt.

Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Freitag, die Ermittlungen zu der Bluttat in Montrouge kämen "voran". Geleitet werden die Ermittlungen von der Anti-Terrorismus-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft.

Es besteht also der Verdacht, dass es sich um einen terroristischen Akt handeln könnte. Begründet wurde dies nicht nur mit dem "derzeitigen Kontext" - also dem offenbar islamistisch motivierten "Charlie Hebdo"-Anschlag vom Mittwoch - sondern auch mit der schweren Bewaffnung des Täters und der Tatsache, dass gezielt eine Polizistin attackiert worden war. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert die französische Polizei, die offenbar Beweise für einen Zusammenhang zwischen den beiden Bluttaten habe. (sda/rr)