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Tatverdächtiger im Mordfall Susanna wieder in Deutschland

Der mutmassliche Mörder von Susanna ist wieder in Deutschland. Eine Lufthansa-Maschine brachte Ali B. am Samstag von der nordirakischen Stadt Erbil nach Frankfurt am Main.
In einem Waldstück bei Wiesbaden-Erbenheim: Ein Müllsack hängt in der Nähe des Leichenfundorts der als vermisst gemeldeten Susanna.

In einem Waldstück bei Wiesbaden-Erbenheim: Ein Müllsack hängt in der Nähe des Leichenfundorts der als vermisst gemeldeten Susanna.

(sda) Der mutmassliche Mörder von Susanna ist wieder in Deutschland. Eine Lufthansa-Maschine brachte Ali B. am Samstag von der nordirakischen Stadt Erbil nach Frankfurt am Main.

"Ich bin froh, dass der von der deutschen Justiz gesuchte, mutmassliche Täter wieder in Deutschland ist", sagte Innenminister Horst Seehofer am Abend. "So kann das Ermittlungsverfahren schnell vorangetrieben werden."

Seehofer erklärte weiter, für die Familie des Mädchens sei die Rückkehr des Täters "nur ein schwacher Trost". "Für den Staat und unsere Gesellschaft ist es aber wichtig, dass Straftaten aufgeklärt und Tatverdächtige der Justiz zugeführt werden".

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete auf ihrer Website, die Lufthansa-Maschine mit dem Tatverdächtigen an Bord sei am Abend um 20.36 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt/Main gelandet. An Bord der Maschine aus Erbil sei auch der Präsident der Bundespolizei gewesen.

Verdächtiger gesteht

Ali B. habe ausgesagt, dass er mit Susanna befreundet war und in Streit geraten sei. "Er sagte, er habe das junge Mädchen getötet, als es gedroht habe, die Polizei zu rufen", sagte Ahmad. Bei einer späteren Pressekonferenz sagte der Polizeichef, der 20-Jährige habe ausgesagt, das Mädchen erwürgt zu haben.

Ali B. war in der Nacht zum Freitag im Nordirak von kurdischen Sicherheitsbehörden festgenommen worden. Er wird von den deutschen Ermittlern verdächtigt, die 14-jährige Susanna aus Mainz vergewaltigt und getötet zu haben.

Das Mädchen war am Mittwoch in Wiesbaden tot aufgefunden worden. B. war Anfang Juni mit seiner Familie von Düsseldorf aus über die Türkei in den Nordirak geflohen.

Schweigeminute und Demonstrationen

Mit einer Schweigeminute gedachten etwa 75 Menschen in Mainz der getöteten 14-Jährigen. Ebenfalls am Samstag demonstrierte die AfD-Landtagsfraktion in Mainz unter dem Motto "Es reicht! Endlich Konsequenzen ziehen!"

Der Fall hat eine heftige politische Debatte ausgelöst. Familienministerin Franziska Giffey sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", ein solches Verbrechen müsse Folgen haben. Um eine tolerante Gesellschaft zu schützen, müsse gegen die, die solche Straftaten begingen, mit aller Härte vorgegangen werden.

In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird derweil der Ruf nach einer Verkürzung der Asylklageverfahren laut. Der Asylantrag des verdächtigen Irakers war bereits Ende 2016 abgelehnt worden, er hatte aber Rechtsmittel dagegen eingelegt, so dass eine Abschiebung damit gestoppt war.

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