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Verbindung soll aufgelöst werden

Wien Die beiden österreichischen Regierungsparteien ÖVP und FPÖ wollen ein Verfahren zur Auflösung der rechtsextremen Burschenschaft Germania einleiten. Das er­klärte gestern der Tageszeitung «Der Standard» zufolge Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz vor Journalisten in Wien. Die Burschenschaft war vor zwei Wochen in die Schlagzeilen geraten, als sich herausstellte, dass sich in ihrem offiziellen Liederbuch ein den Holocaust relativierendes Lied befindet.

Zusätzliche Brisanz hat dem Fall noch verliehen, dass der FPÖ-Politiker Udo Landbauer, der am vergangenen Sonntag bei der Landtagswahl in Niederösterreich als Spitzenkandidat angetreten war, vormals Vizevorsitzender der Germania gewesen ist. Bundeskanzler Kurz hatte sich in dem Fall vor dem Ministerrat in Wien deshalb auch für politische Konsequenzen ausgesprochen. Ob der 30-jährige Landbauer aus der Partei ausgeschlossen werden solle, sei jedoch Angelegenheit der niederösterreichischen FPÖ, erklärte Kurz und fügte hinzu: «Sie können sich vorstellen, dass ich für mich in der ÖVP weiss, wie ich die Entscheidung treffen würde.»

Die Staatsanwaltschaft in Wien ermittelt bereits seit mehreren Tagen gegen vier Mitglieder der Ger­mania wegen des Verdachts der nationalsozialistischen Wiederbetätigung. Unter den Verdächtigen befindet sich dem «Standard» zufolge auch ein inzwischen von der Partei ausgeschlossenes SPÖ-Mitglied, das in der Vergangenheit eine Position als hoher Beamter in Wiener Neustadt innehatte. (red)

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