USA und Grossbritannien an «Frankreichs Seite»

Der amerikanische Präsident Barack Obama verurteilte den Angriff am Nationalfeiertag der Franzosen «auf das Schärfste». Die USA stünden «in Solidarität und Partnerschaft mit Frankreich, unserem ältesten Verbündeten», hiess es gestern in einer ersten Stellungnahme Obamas.

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Der amerikanische Präsident Barack Obama verurteilte den Angriff am Nationalfeiertag der Franzosen «auf das Schärfste». Die USA stünden «in Solidarität und Partnerschaft mit Frankreich, unserem ältesten Verbündeten», hiess es gestern in einer ersten Stellungnahme Obamas.

«Wir müssen etwas tun»

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump sagte «aus Rücksicht auf das Geschehen in Nizza» die offizielle Präsentation seines Vizepräsidentschaftskandidaten in New York ab. Stattdessen verkündete er kurz vor Mittag seine Entscheidung via dem Kurznachrichtendienst Twitter. Im Laufe des Donnerstags war durchgesickert, Trump habe sich für den sozialkonservativen Gouverneur aus Indiana, Mike Pence, entschieden. In Interviews nach dem Anschlag bestand Trump zunächst darauf, er habe noch «keine definite Entscheidung» getroffen.

Hillary Clinton sprach von einem «Krieg gegen radikale Jihadisten». Die Demokratin betonte die Notwendigkeit einer sehr engen Kooperation mit Frankreich und anderen Verbündeten, um die terroristische Bedrohung auszuschalten. «Es ist nicht so wichtig, wie wir die Leute bezeichnen», sagte die Präsidentschaftskandidatin auf FOX-News. «Wir müssen etwas gegen sie unternehmen.»

London bietet Hilfe an

Über Londons Downing Street, dem Regierungssitz der neuen Premierministerin, wehte vom frühen Freitag morgen an die Trikolore. «Wir stehen Schulter an Schulter mit Frankreich, wie so oft zuvor», sagte Theresa May. Sie habe Präsident Hollande im Kampf gegen den Terrorismus jede erdenkliche Hilfe angeboten. «Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, diese brutalen Mörder zu besiegen.»

Wie May verurteilten gestern auch andere führende Politiker, darunter Oppositionschef Jeremy Corbyn, die Bluttat von Nizza. Der Krisenstab Cobra trat auf Ebene der Spitzenbeamten zusammen, um etwaige Konsequenzen zu bedenken.

Auch Londons Labour-Bürgermeister Sadiq Khan sicherte eine genaue Prüfung der Antiterrormassnahmen zu: «Wir tun alles, um die Sicherheit zu bewahren.» (T.S./sbo)