USA feiern Durchbruch im Krieg gegen IS

WASHINGTON. Für die US-Kampfjets werden die Wege in das Einsatzgebiet im Norden Syriens und Iraks deutlich kürzer. Statt Distanzen von etwa 2000 Kilometern ist es künftig nur noch ein Katzensprung, die Stellungen des «Islamischen Staates» zu bombardieren.

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WASHINGTON. Für die US-Kampfjets werden die Wege in das Einsatzgebiet im Norden Syriens und Iraks deutlich kürzer. Statt Distanzen von etwa 2000 Kilometern ist es künftig nur noch ein Katzensprung, die Stellungen des «Islamischen Staates» zu bombardieren. Der Luftwaffenstützpunkt Incirlik liegt keine 60 Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt. Und auch der zweite Standort in Diyarbakir, den die USA ab sofort nutzen dürfen, liegt sehr viel günstiger als die Flugzeugträger im Golf.

«Grosse Sache»

Ein hoher Mitarbeiter der US-Regierung wertete die Einigung als «grosse Sache». Nach Einschätzung von Militärexperten liessen sich nun bis zu drei Mal so viele Einsätze auf IS-Ziele fliegen. «Noch wichtiger ist, dass wir nun einen Koalitionspartner gewonnen haben, der eine überwiegend sunnitische Bevölkerung hat und Nato-Partner ist», sagte der pensionierte Air-Force-General Michael Mosley, der bei der Invasion Iraks 2003 die Luftstreitkräfte befehligt hatte.

Stillschweigen über Details

Monatelang arbeitete der Sonderbeauftragte des Präsidenten General John Allen an einem Abkommen mit Ankara. Vizepräsident Joe Biden half vergangene Woche letzte Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Über Einzelheiten bewahren beide Seiten Stillschweigen. (T.S.)