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US-WAHLEN: Obama spricht FBI-Chef sein Vertrauen aus

Nach der scharfen Kritik aus dem Lager der Demokraten in den USA an FBI-Chef James Comey versucht US-Präsident Barack Obama offenbar, die Wogen zu glätten. Er hält Comey für einen integren Mann und glaubt nicht, dass er die Präsidentenwahl beeinflussen will.
Die Entscheidung des FBI-Chefs, den Kongress über die neuen Erkenntnisse zu informieren, verteidigt Barack Obama, noch kritisiert er das Vorgehen. (Bild: CRISTOBAL HERRERA (EPA))

Die Entscheidung des FBI-Chefs, den Kongress über die neuen Erkenntnisse zu informieren, verteidigt Barack Obama, noch kritisiert er das Vorgehen. (Bild: CRISTOBAL HERRERA (EPA))

Obama habe eine hohe Meinung von Comey und vertraue ihm, sagte ein Sprecher des Präsidialamtes. Der Republikaner Comey hatte in einem Schreiben an führende Kongressmitglieder am Freitag erklärt, es seien neue Mails aufgetaucht, die in einem Zusammenhang mit früheren Ermittlungen in der E-Mail-Affäre Hillary Clintons stehen könnten.

Obama werde die Entscheidung des FBI-Chefs, den Kongress über die neuen Erkenntnisse zu informieren, weder verteidigen noch kritisieren, sagte der Sprecher weiter. Das Präsidialamt gebe Comey auch keine Empfehlungen, welche Informationen er an die Öffentlichkeit geben sollte. Gegen Clinton war ermittelt worden, weil sie ihren Mailverkehr als Aussenministerin über ihren privaten Mailserver abgewickelt hatte.

Scharfe Kritik der Demokraten
Demokraten kritisierten das Vorgehen des FBI scharf, das seit Wochen über die Mails informiert gewesen sein soll. «Er (Comey) hätte sie sich zunächst einmal überhaupt anschauen können, bevor er damit mitten in einer Präsidentschaftswahl so kurz vor dem Abstimmungstermin herauskommt», sagte Clintons Wahlkampfleiter John Podesta im Sender CNN. Dessen Ankündigung habe aus vielen Anspielungen und wenigen Fakten bestanden.

Der ranghöchste Demokrat im Senat, Harry Reid, warf Comey in einem Brief vor, möglicherweise ein Gesetz verletzt zu haben, der eine Wahlbeeinflussung durch Regierungsangestellte unter Strafe stellt. (sda)

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