Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Video

US-Präsident über die Tötungsaktion von al-Bagdadi: «Er starb wie ein Hund»

«Etwas Grosses» hatte Präsident Donald Trump bereits am Samstagabend per Twitter angekündigt.

Die formale Ankündigung dauerte etwas mehr als acht Minuten. Aber nachdem Präsident Donald Trump verkündet hatte, dass IS-Anführer Abu Bakr Al-Baghdadi gestorben sei «wie ein Hund» und er gewinselt habe «wie ein Feigling», verliess er das Podium im Diplomatic Reception Room des Weissen Hauses in Washington nicht – wie das normalerweise der Fall ist, wenn der amerikanische Staatschef eine Fernsehansprache über ein Ereignis mit besonderer Tragweite hält.

Stattdessen ging Trump dazu über, die Fragen der anwesenden Journalisten zu beantworten. 40 Minuten dauerte diese improvisierte Pressekonferenz, in der Trump unter anderem publik machte, dass er am Samstagabend die Kommandoaktion der amerikanischen Spezialtruppen im Situation Room des Weissen Hauses live mitverfolgt hatte. «Es war, als ob man sich einen Film zu Gemüte führt», sagte Trump über die Mission, an der acht US-Helikopter beteiligt waren.

Auch verriet er, wie es den amerikanischen Soldaten gelang, Baghdadi zu identifizieren, nachdem er sich (und drei Kinder) in die Luft gesprengt hatte. Die US-Truppen hätten DNA-Muster mitgebracht, erzählte der Präsident, und noch vor Ort einen Test an der übel zugerichteten Leiche des ehemaligen Terroristen vorgenommen. «Er war es», sagte Trump wörtlich. (Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums sagte später der «New York Times», dass der DNA-Test noch nicht vollständig sei.)

Trump wäre nicht Trump, hätte er die Frage-und-Antwort-Runde nicht auch dazu genutzt, Unwahrheiten zu verbreiten. So sprach er darüber, dass mit dem Tod von Baghdadi die Gefahr von IS-Anschlägen in Amerika mehr oder weniger gebannt sei, sei es nahöstlichen Terroristen doch nicht möglich, trockenen Fusses in die USA zu marschieren.

Tatsache ist, dass die Mehrzahl der Anschläge in Amerika von amerikanischen Staatsbürgern verübt wurden, die sich von Extremisten wie Baghdadi inspirieren liessen. Auch behauptete Trump, dass der IS-Chef der «grösste» Terrorist aller Zeiten gewesen sei, «grösser» als Osama Bin Laden, der Drahtzieher hinter den Anschlägen am 11. September 2001.

Kongress nicht informiert, aber: «Russland war grossartig»

Trump dankte ausdrücklich auch den russischen, türkischen und selbst den syrischen Truppen, die derzeit im Nordwesten Syriens präsent sind. So sagte er: «Russland war grossartig.» Zwar seien sie nicht über das Ziel des amerikanischen Überraschungsangriffs informiert gewesen, hätten die US-Spezialtruppen aber gewähren lassen. (Die Operation forderte auf amerikanischer Seite bloss zwei leichtverletzte Soldaten. Auch soll ein Hund lädiert worden sein.)

Als er gefragt wurde, ob die Operation im Zusammenhang mit dem überstürzten Rückzug der amerikanischen Truppen aus dem syrisch-türkischen Grenzgebiet stehe, verneinte Trump dies. Er sagte wortwörtlich: Er habe keinen Rückzug aus Syrien geplant, wolle aber die Türkei und Syrien nicht für «den Rest unseres Lebens» bewachen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.