US-Amerikaner tötet Carabinieri: Die unfassbare Geschichte eines gescheiterten Drogendeals

Ein junger US-Amerikaner hat in der Nacht auf Samstag gestanden, in Rom einen Polizisten getötet zu haben. Er war am Freitag festgenommen worden.

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(watson/meg/sda/apa) Mit acht Messerstichen in der Brustgegend soll er den 35-jährigen Carabiniere Mario Cerciello Rega im römischen Nobelviertel Prati unweit des Vatikans erstochen haben.

Der US-Bürger hatte mit einem Freund von einem Drogendealer Kokain gekauft. Die beiden 20-jährigen Nordamerikaner, die sich angeblich als Touristen in der italienischen Hauptstadt aufhielten, hatten jedoch kurz daraufhin festgestellt, dass ihnen der Dealer Aspirin angedreht hatte.

Wütend suchten die beiden Amerikaner den Drogenhändler auf und stahlen ihm seine Tasche, in dem sich Suchtgift und ein Smartphone befanden. Der Dealer rief danach sein eigenes Smartphone an, kontaktierte damit die Nordamerikaner und verhandelte, um seine Tasche zurückzubekommen.

Der Tod des Carabiniere löste Bestürzung in Italien aus. (Bild: Keystone)

Der Tod des Carabiniere löste Bestürzung in Italien aus. (Bild: Keystone)

Zugleich alarmierte er die Carabinieri und berichtete, er sei bestohlen worden. Mit den Amerikanern einigte er sich auf ein Treffen zur Rückgabe der Tasche, zu dem er mit zwei Carabinieri erschien.

Als die Amerikaner aufgefordert wurden, sich auszuweisen, ging einer von ihnen auf einen der Polizisten los und versetzte ihm acht Messerstiche. Die Attacke endete für den Beamten tödlich. Der zweite Polizist wurde leicht verletzt. Nach den beiden Tätern wurde gefahndet; darauf wurden die beiden US-Amerikaner festgenommen.

Der Tod des Carabiniere löste Bestürzung in Italien aus. Staatspräsident Sergio Mattarella und Premier Giuseppe Conte drückten den Familienangehörigen des Opfers ihr Beileid aus. Der Polizist hatte erst vor einigen Wochen geheiratet.

Die Abgeordnete Barbara Saltamartini der Regierungspartei Lega machte «ausländische Schläger» für die Tat verantwortlich und forderte «null Toleranz» für «diese Bastarde».

Der Lega-Innenminister Matteo Salvini schrieb bei Twitter: «Ich bin sicher, dass sie ihn fangen werden und dass er in vollem Umfang für den Rest seines Lebens im Gefängnis mit Zwangsarbeit für seine Gewalttat zahlen wird.» Zwangsarbeit ist in Italiens Haftanstalten nicht vorgesehen.