Untersucht die Schweiz?

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Labor Spiez «Kein Kommentar»: Das Labor Spiez hüllt sich in Schweigen zur Frage, ob es derzeit Nervengiftproben analysiere, die beim Anschlag auf den ­früheren Doppelagenten Sergei Skripal und dessen Tochter gefunden wurden. Auch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) schreibt auf Anfrage, es sei vertraulich, welche Labors die Proben untersuchten. Laut OPCW-Direktor Ahmet Üzümcü wurden die Proben an vier Labors geschickt.

Wenn die Ergebnisse übereinstimmen, dann erachte man das Ergebnis als definitiv. Falls sie nicht übereinstimmen, wird ein weitere Labors beauftragt. Die Resultate sollen laut Üzümcü in den nächsten Tagen vorliegen.

Die OPCW ist eine internationale Institution mit Sitz in Den Haag. Sie wacht über die Einhaltung der Chemiewaffenkonvention von 1997. Mit ihren Analysen betraut die OPCW meist parallel mehrere zertifizierte Labors. Zu diesem exklusiven Kreis gehört auch das dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz angehörende Labor Spiez. Das Schweizer Labor hat in der jüngsten Vergangenheit wiederholt Analysen für die OPCW durchgeführt. So war das Labor Spiez aktiv an der Aufarbeitung zahlreicher Giftgasvorfälle in Syrien beteiligt. Zudem hat Stefan Mogl, Chef des Fachbereichs Chemie des Labors Spiez, ein Gremium der UNO geleitet, das 2017 den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien aufgearbeitet hat. (rom)