Unterhaus für Gentherapien

LONDON. Grossbritannien bereitet eine neue Anwendung der Stammzellen-Forschung vor. Zur Vermeidung behinderter Kinder befürworteten Regierung und Wissenschaftsrat im Parlament die Verwendung genetischen Materials von drei Menschen.

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LONDON. Grossbritannien bereitet eine neue Anwendung der Stammzellen-Forschung vor. Zur Vermeidung behinderter Kinder befürworteten Regierung und Wissenschaftsrat im Parlament die Verwendung genetischen Materials von drei Menschen. Dadurch könnte verhindert werden, dass Mütter einen Gendefekt an ihr Baby vererben. In der Abstimmung im Parlament setzte sich eine breite, parteiübergreifende Koalition der Befürworter mit 382:128 Stimmen durch. Vor der Abstimmung im Unterhaus hatten britische Medien ausführlich die Opfer defekter Gene zu Wort kommen lassen. Wissenschafter und Patientinnen verwiesen auf die grossen Fortschritte liberalerer Regeln für Stammzell-Therapien. Die Gegner argumentierten, die neue Regelung sei der erste Schritt zum sogenannten Designer-Baby. Während sich die Staatskirche nicht offiziell äusserte, meldete die anglikanische Bischofskonferenz Skepsis an. In Umfragen hatten 70 Prozent der Befragtem die weitergehende Stammzellen-Forschung befürwortet. (bo)

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