UNO warnt vor Spirale tödlicher Gewalt in Burundi

NEW YORK. Führende UNO-Vertreter haben ein Ende der politisch motivierten Morde im ostafrikanischen Staat Burundi gefordert. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, warnten zugleich vor dem Ausbruch eines schweren bewaffneten Konflikts.

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NEW YORK. Führende UNO-Vertreter haben ein Ende der politisch motivierten Morde im ostafrikanischen Staat Burundi gefordert. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, warnten zugleich vor dem Ausbruch eines schweren bewaffneten Konflikts. Mindestens 240 mutmassliche Oppositionelle seien im ostafrikanischen Kleinstaat bereits Mordanschlägen zum Opfer gefallen, seit im April Proteste gegen den Präsidenten Pierre Nkurunziza begannen, erklärte Al-Hussein.

Der UNO-Sicherheitsrat müsse umgehend etwas unternehmen, um die Spirale tödlicher Gewalt und ein Übergreifen des Konflikts auf die Region zu beenden, forderte der Hochkommissar. Das Gremium müsse Reiseverbote und das Einfrieren der Konten von Verantwortlichen für die Gewalt erwägen, forderte Al-Hussein. Dem Sicherheitsrat liegt ein Entwurf für eine Resolution vor, mit der entschlossene Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf die Gewalt in Burundi gefordert werden sollen. Unter anderem sind gezielte Sanktionen vorgesehen. Al-Hussein erklärte, es sei besorgniserregend, dass die Regierung die Forderung nach der Abgabe von Waffen mit direkten Drohungen gegen Teile der Bevölkerung verbinde, die sie als «Feinde der Nation» beschimpfe. (sda/dpa)