UNO untersucht Myanmar

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Verbrechen Die UNO will mögliche schwere Verbrechen gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar untersuchen. Gegen den Willen Myanmars beschloss der UNO-Menschenrechtsrat gestern, eine Untersuchungskommission einzusetzen. Der UNO-Menschenrechtsrat in Genf gab seinem Vorsitz den Auftrag, Mitglieder einer Rohingya-Mission zu bestimmen. Sie soll vor allem Vorwürfe untersuchen, wonach die muslimischen Rohingya in Myanmar willkürlicher Haft, Folter, sexueller Gewalt, aussergerichtlichen Hinrichtungen und mit Gewalt erzwungenen Umsiedlungen ausgesetzt seien.

Die Untersuchungskommission hat ein Jahr Zeit. Dann solle sie dem Menschenrechtsrat ihren Bericht vorlegen, geht aus der ohne Abstimmung verabschiedeten Resolution hervor. Auch die Schweiz befürwortete internationale Untersuchungen. (sda)