UNO-Truppen unter Beschuss

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Mali UNO-Generalsekretär António Guterres hat die Angriffe auf UNO-Friedenstruppen im westafrikanischen Staat Mali mit 17 Toten scharf verurteilt. In einer Erklärung betonte er, dass Angriffe auf UNO-Friedenstruppen nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelten könnten. Am Montagabend hatten mehrere Unbekannte das Hauptquartier der UNO-Mission in Timbuktu im Norden des Landes angegriffen, wie eine Sprecherin der Mission, Radhia Achouri, gestern sagte. Dabei seien insgesamt 13 Menschen umgekommen. Bei einem weiteren Angriff auf einen UNO-Stützpunkt in Douentza wurden demnach vier Menschen getötet.

Der Blauhelm-Einsatz in Mali ist derzeit die gefährlichste UNO-Mission. Es kommt immer wieder zu Angriffen auf Blauhelme und malische Soldaten. Im Norden sind die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere Gruppen aktiv. Bei dem Angriff in Timbuktu seien fünf malische Wachtposten, ein Polizist, ein Zivilist und sechs Angreifer getötet worden, sagte Achouri. Zuvor war in dem rund 200 Kilometer südlich von Timbuktu gelegenen Douentza ebenfalls ein UNO-Lager angegriffen worden. Dabei kamen nach Angaben der UNO-Mission ein togolesischer Blauhelm, ein malischer Soldat sowie zwei Angreifer ums Leben. (sda)