UNO: Rohingya Opfer von Folter

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Myanmar Eine Terrorkampagne mit Vergewaltigungen, Mord und Folter hat nach Angaben von UNO-Menschenrechtsexperten mehr als eine halbe Million muslimischer Rohingya aus Myanmar in die Flucht getrieben. Die traumatisierten Menschen sprächen von in Brand gesteckten Häusern und Dörfern, Erschiessungen, Folter, Vergewaltigungen und anderer sexueller Gewalt, berichtete ein Team des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) gestern in Genf.

An den Gräueltaten in dem südostasiatischen Land seien Sicherheitskräfte mit Pistolen und Schlagstöcken und Zivilisten mit Macheten und Messern beteiligt gewesen. «Ob es Genozid ist, haben wir bei diesem Besuch nicht untersucht», sagte der Schweizer OHCHR-Mitarbeiter Thomas Hunecke, der mit Kollegen im September in Cox’s Bazar in Bangladesch war, um mit 65 Einzelpersonen und Gruppen von Geflohenen zu sprechen. «Das sollte aber in keiner Weise von den schweren Menschenrechtsverletzungen ablenken.» Myanmar weigerte sich, die Experten ins Land zu lassen. (sda)