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UNO kritisiert Vorgehen der EU

Libyen Die EU hat sich für ihre Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache beim Aufgreifen von Flüchtlingen im Mittelmeer eine scharfe Rüge der UNO eingehandelt. UNO-Menschenrechtskommissar Said Raad al-Hussein kritisierte das Vorgehen der EU als «unmenschlich». Die EU trage dazu bei, dass die Flüchtlinge zurück nach Libyen gebracht würden, wo sie unter «grausamen» Umständen leben müssten. Dies sei ein Verbrechen am menschlichen Gewissen, erklärte Raad gestern.

Die internationale Gemeinschaft dürfe nicht länger die Augen verschliessen vor dem «unvorstellbaren Grauen, das Flüchtlinge in Libyen ertragen». Trotz zugesagter EU-Hilfen verschlimmere sich die Situation und sei inzwischen «katastrophal». (sda)

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