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Trump erklärt Medien nach Briefbomben-Serie zu Schuldigen

Nach dem Fund von Briefbomben an mehrere prominente Kritiker von US-Präsident Donald Trump hat dieser die Medien für das vergiftete politische Klima im Land verantwortlich gemacht. «Absichtlich falsche und ungenaue Berichterstattung» sorgten für «Wut» in der Gesellschaft.
Mikrofone vor einem Fahrzeug der Polizei in New York. (Bild: EPA/JUSTIN LANE)

Mikrofone vor einem Fahrzeug der Polizei in New York. (Bild: EPA/JUSTIN LANE)

(sda afp) «Ein sehr grosser Teil der Wut, die wir heute in unserer Gesellschaft beobachten, wird verursacht durch absichtlich falsche und ungenaue Berichterstattung der Mainstream-Medien, die ich als Fake News bezeichne», twitterte Trump am Donnerstag mitten im US-Wahlkampf. «Es ist so schlimm und hasserfüllt geworden, dass es dafür keine Beschreibung gibt.»

Der US-Präsident hatte am Mittwoch zunächst zur Geschlossenheit aufgerufen, dann aber bereits bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Wisconsin eine Breitseite auf die Medien abgefeuert.

Diese müssten ihre «endlose Feindseligkeit und die ständigen negativen und oft falschen Attacken» beenden, forderte Trump in Mosinee. Auf die möglichen Urheber der Briefbombenserie ging er nicht ein.

Medien als Volksfeinde

Seit Trump im Amt ist, wirft der US-Präsident den Medien regelmässig vor, «Fake News» zu verbreiten, und brandmarkte sie bereits mehrfach als «Feinde des Volkes». Vor kurzem lobte er einen republikanischen Abgeordneten, der gewaltsam gegen einen Journalisten vorgegangen war.

«Es gibt einen totalen und vollständigen Mangel an Verständnis im Weissen Haus für die Bedeutung der andauernden Angriffe auf die Medien», sagte CNN-Chef Jeff Zucker, dessen Sender überwiegend kritisch über Trump berichtet und schon mehrfach den Zorn des Präsidenten auf sich gezogen hat. «Wörter wirken.»

«Es liegt sehr viel Hass in der Luft.»

Zahlreiche weitere Kritiker bezichtigten Trump, selbst mit seiner oft aggressiven Rhetorik das politische Klima zu vergiften und die Spaltungen in der US-Gesellschaft zu vertiefen. Die demokratischen Spitzenpolitiker Nancy Pelosi und Chuck Schumer warfen Trump vor, wiederholt «physische Gewalt» hingenommen zu haben und «die Amerikaner mit seinen Worten und Taten zu spalten».

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio erklärte, eine «Atmosphäre des Hasses trägt zu den Entscheidungen bei, die Menschen treffen». Derzeit liege «sehr viel Hass in der Luft».

«Maga-Bomber»

Auch auf Twitter sahen viele Nutzer bei Trump eine Mitverantwortung und verwiesen auf seine wiederholten Angriffe auf die Empfänger der Rohrbomben. Der bislang unbekannte Urheber bekam dort den Spitznamen «Maga-Bomber» - ein Akronym in Anspielung auf Trumps Wahlkampfslogan «Make America Great Again».

Die Postsendungen mit Sprengsätzen waren adressiert an den demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama, an die frühere Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sowie den CNN-Experten und früheren CIA-Direktor John Brennan; letztere Sendung ging im CNN-Gebäude in New York ein. Auch Obamas früherer Justizminister Eric Holder und die demokratische Abgeordnete Maxine Waters sollten Päckchen erhalten.

Paketbome für De Niro und Biden

An Hollywood-Star und Trump-Kritiker Robert De Niro ging ebenfalls ein verdächtiges Päckchen. Ein Mitarbeiter der von De Niro mitbegründeten Produktionsfirma habe die Polizei am Donnerstagmorgen alarmiert, sagte ein Behördensprecher.

Die Beamten rückten demnach mit einem Kommando zur Bombenentschärfung an und holten die Sendung zur Analyse ab. Mehrere andere Sender berichteten derweil, dass auch an den früheren Vizepräsidenten Joe Biden ein verdächtiges Päckchen adressiert worden sei.

Die Suche nach dem Ursprung der Rohrbomben lief auf Hochtouren. New Yorks Polizeichef James O'Neill sagte auf CNN, noch sei unklar, ob ein Einzeltäter oder ein Netzwerk dahinter stehe. Er gehe aber davon aus, dass der oder die Täter in den kommenden Tagen gefasst würden.

FBI-Chef Christopher Wray bat die Bevölkerung um Hinweise. «Zögern Sie nicht anzurufen, keine Information ist zu klein, um uns bei dieser Ermittlung zu helfen.

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