Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Video

Touristenbus auf Madeira verunglückt: Mindestens 29 Tote – Merkel äussert «Trauer und Bestürzung»

Bei einem schweren Busunglück auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira sind 29 Menschen ums Leben gekommen, 27 Personen wurden verletzt. Laut EDA gab es keine Schweizer Opfer.

(sda) «Dem EDA liegen derzeit keine Informationen über Schweizer Opfer vor», teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Der Bus war am Mittwochabend in der Gemeinde Caniço östlich der Inselhauptstadt Funchal von der Strasse eine Böschung hinunter auf ein Haus gestürzt. Dessen einziger Bewohner war laut portugiesischen Medien zum Unfallzeitpunkt nicht zuhause. Die Unfallursache war noch nicht bekannt.

Alle Businsassen waren in der Hotelanlage Quinta Splendida in Caniço untergebracht. Nach portugiesischen Medienberichten liegt die Unfallstelle nur etwa 50 Meter von der Unterkunft entfernt.

Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa erklärte portugiesischen Medienberichten zufolge, dass nach seinen Informationen alle Todesopfer aus Deutschland stammen. Dafür gab es bei den Behörden vor Ort am Donnerstagmittag noch keine Bestätigung.

Nach einem Bericht der Online-Zeitung «Observador» handelte es sich bei den Toten um 17 Männer und 12 Frauen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Auch die meisten Verletzten seien Deutsche, ausserdem seien zwei Portugiesen verletzt worden: der Fahrer und ein Fremdenführer. Das Aussenministerium in Berlin machte noch keine näheren Angaben zu den Opfern.

Bundeskanzlerin Merkel kondoliert

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) regierte bestürzt auf das Busunglück. Sie denke «mit Trauer und Bestürzung (...) an unsere Landsleute und alle anderen Menschen, die von dem fürchterlichen Busunglück auf Madeira betroffen sind», erklärte Merkel in Berlin. Sie sprach den Angehörigen der Toten ihre Anteilnahme aus. Auch Portugals Ministerpräsident António Costa kondolierte.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert. «In Gedanken bin ich bei den Familien und Freunden der Opfer, wie viele Menschen hier in Deutschland,» sagte Steinmeier und wünschte den Verletzten gute und baldige Genesung.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas (SPD) begibt sich noch am Donnerstag auf die portugiesische Ferieninsel. Er werde mit einem Team von Ärzten, Psychologen und Konsularbeamten des Auswärtigen Amts nach Madeira fliegen, erklärte Maas in Berlin.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zeigte sich bestürzt über das Busunglück. Er habe mit tiefer Trauer von dem Unfall auf der portugiesischen Atlantikinsel erfahren, sagte Juncker in Brüssel.

Die portugiesische Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer bis Samstag an. Portugiesische Medien zitierten aus einer Mitteilung des Ministerrats, dass Trauer und Solidarität aller Portugiesen mit den Opfern und ihren Angehörigen Ausdruck verliehen werden soll.

Die Regionalregierung von Madeira hatte bereits in der Nacht ebenfalls eine dreitägige Trauerzeit für die Insel ausgerufen. Die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden sollen in dieser Zeit auf halbmast gesetzt werden.

Untersuchung eingeleitet

Der Fahrer hatte am Mittwoch gegen 18.30 Uhr (19.30 MESZ) auf der an einem Hang hoch über dem Meer verlaufenden Strasse offenbar die Kontrolle über den Bus verloren, der von der Strasse abkam und in ein Wohnviertel stürzte. Zwei Dutzend Rettungswagen waren im Einsatz, am Donnerstagmorgen wurde der Unglücksbus geborgen.

Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung zur Unfallursache ein. Laut Medienberichten könnte ein mechanisches Problem der Grund gewesen sein - entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal.

Der Vizepräsident der Regionalregierung, Pedro Calado, nannte jegliche Mutmassungen zu der Unglücksursache «verfrüht». Der Bus sei erst etwa fünf Jahre alt und anscheinend in gutem Zustand gewesen, sagte er bei einer Pressekonferenz. Die Fahrzeuge der Autonomen Region Madeira würden regelmässig überprüft.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.