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Attacke auf zwei Moscheen in Neuseeland ++ Mindestens 49 Tote ++ Premierministerin stuft Angriff als Terrorakt ein

Bei einem bewaffneten Angriff auf Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch hat es mindestens 49 Tote gegeben. Diese traurige Zahl bestätigte Premierministerin Jacinda Ardern gegenüber Medien.

Was wir wissen:

  • Premierministerin Jacinda Ardern bestätigt, dass die Opferzahl auf mindestens 49 angestiegen ist – 20 weitere seien schwer verletzt. Ihre Regierung stufe den Angriff als Terrorakt ein.
  • Dutzende Tote und Verletzte werden nach Schüssen in einer vollbesetzten Moschee westlich des Stadtzentrums von Christchurch befürchtet, wo gerade das Freitagsgebet stattfand.
  • Ein weiterer Schütze wurde an einer zweiten Moschee gesichtet; ausserdem soll es laut neuseeländischen Medien noch einen dritten Ort geben, an dem Schüsse fielen.
  • Mehrere Sprengsätze an Fahrzeugen im Stadtzentrum von Christchurch sind inzwischen von Spezialkräften des Militärs entschärft worden.
  • Die Polizei hat vier verdächtige Personen festgenommen, darunter eine Frau.
  • Die Stadt mit 350 000 Einwohnern befindet sich im Ausnahmezustand: Neben Schulen wurden auch das Rathaus, die städtische Bücherei und Museen über mehrere Stunden geschlossen beziehungsweise bleiben weiter zu.
  • Laut Polizei sei das Sicherheitsrisiko «extrem hoch», sie warnt trotz der Festnahmen zur Vorsicht.
Schwer bewaffnet patrouilliert die Polizei in Christchurch. (Bild: EPA/Martin Hunter)Schwer bewaffnet patrouilliert die Polizei in Christchurch. (Bild: EPA/Martin Hunter)
Der australische Premierminister Scott Morrison spricht zu den Medien über den Terroranschlag. (Bild: EPA/PETER RAE)Der australische Premierminister Scott Morrison spricht zu den Medien über den Terroranschlag. (Bild: EPA/PETER RAE)
Der Terroranschlag forderte mehrere Tote: Ein lebloser Körper liegt zugedeckt auf dem Gehsteig in Christchurch. (AP Photo/Mark Baker)Der Terroranschlag forderte mehrere Tote: Ein lebloser Körper liegt zugedeckt auf dem Gehsteig in Christchurch. (AP Photo/Mark Baker)
Sanitäter sorgen sich um einen Mann, der beim Angriff verletzt wurde. (Bild: Keystone/AP Photo/Mark Baker)Sanitäter sorgen sich um einen Mann, der beim Angriff verletzt wurde. (Bild: Keystone/AP Photo/Mark Baker)
Landesweit wurde die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. (Bild: KEYSTONE/EPA SNPA/MARTIN HUNTER)Landesweit wurde die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. (Bild: KEYSTONE/EPA SNPA/MARTIN HUNTER)
Die Täter eröffneten das Feuer in den Moscheen, als dort hunderte Menschen zum Freitagsgebet zusammenkamen. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK BAKER)Die Täter eröffneten das Feuer in den Moscheen, als dort hunderte Menschen zum Freitagsgebet zusammenkamen. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK BAKER)
Die Regierung forderte Muslime in Neuseeland auf, zuhause zu bleiben. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK BAKER)Die Regierung forderte Muslime in Neuseeland auf, zuhause zu bleiben. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK BAKER)
Bei zwei Angriffen auf Moschee in der neuseeländischen Stadt sind nach Regierungsangaben 40 Menschen ums Leben gekommen. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK BAKER)Bei zwei Angriffen auf Moschee in der neuseeländischen Stadt sind nach Regierungsangaben 40 Menschen ums Leben gekommen. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK BAKER)
8 Bilder

Mindestens 49 Tote bei Angriff auf Moscheen in Neuseeland

11:00 Uhr

Unter folgendem Link finden Sie eine Zusammenfassung der Ereignisse:

10:39 Uhr

Polizei will Verbreitung von Anschlagsvideo verhindern

Die neuseeländische Polizei arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Verbreitung eines Videos vom mutmasslichen Terror-Angriff in Christchurch zu verhindern. Ermittler forderten die Öffentlichkeit auf, Links zu dem Video nicht im Internet zu teilen.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern unterstützte den Aufruf der Behörden. Diesem «Akt der Gewalt» dürfe kein Raum geboten werden. Das 17-minütige Video, das anscheinend vom Attentäter selbst gefilmt wurde, soll den Angriff auf die erste Moschee zeigen.

Facebook teilte mit, nach einem Hinweis der neuseeländischen Polizei das Profil des mutmasslichen Attentäters sowohl auf Facebook als auch auf Instagram entfernt zu haben. Auch der Livestream sei entfernt worden.

10:20 Uhr

Eine Reporterin des Senders ABC berichtet aus Grafton, einem Vorort Aucklands, dass der angeklagte mutmassliche Täter in einer kleinen Stadt in Australien aufgewachsen sei. Er stamme aus einer angesehenen Familie, sei durch Europa und nach Neuseeland gereist nachdem sein Vater vor sieben Jahren gestorben sei. Beruflich habe er als Personal Trainer gearbeitet. Frühere Mitarbeiter würden ihn als freundlichen und hilfsbereiten jungen Mann beschreiben.

09:29 Uhr

Opferzahl steigt auf 49

Neusten Angaben der neuseeländischen Polizei zufolge ist die Zahl der Toten nach den Terroranschlägen gegen zwei Moscheen in Christchurch auf 49 gestiegen. 48 Menschen wurden verletzt. In der Al-Noor-Mosche sind 41 Menschen getötet worden. Sieben Menschen kamen bei der Attacke auf die Linwood-Mosche ums Leben. Eine Person erlag ihren schweren Verletzungen im Spital.

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08:59 Uhr

Und auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan meldet sich zu Wort: Für ihn seien die jüngsten Angriffe in Christchurch Beispiele für einen «wachsenden Rassismus» und einer «islamophobie».

08:49 Uhr

Der Deutsche Aussenminister Heiko Mass äussert sich zu den Anschlägen: «Wir sind tief erschüttert von dem brutalen Verbrechen in Christchurch. In diesen schweren Stunden stehen wir fest an der Seite unserer neuseeländischen Freunde.»

08:14 Uhr

Während in Christchurch laut Polizei die Lage unter Kontrolle gebracht werden konnte, herrscht in Aukland im Norden von Neuseeland Aufgregung. Dort wurde die Zug-Station Britomart evakuiert, nachdem zwei unbeaufsichtigte Taschen gefunden wurden. Gemäss neuseeländischen Medien wird angenommen, dass von einem Bombenentschärfungskommando eine kontrollierte Detonation durchgeführt wurde.

07:22 Uhr

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Bei einem Schusswaffenangriff auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind mindestens 40 Menschen getötet worden. Diese traurige Zahl bestätigt Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern bei einer Pressekonferenz. Zudem sagt Ardern, dass die Behörden den Angriff als Terrorakt eingestuft haben.

07:15 Uhr

In einer kurzen Stellungnahme sprach die sozialdemokratische Premierministerin, Jacinda Ardern, von einem der «dunkelsten Tage» in der Geschichte ihres Landes. Für so etwas gebe es «keinen Platz in Neuseeland». Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. «Neuseeland ist deren Heimat. Sie hätten sich hier sicher fühlen sollen.»

06:00 Uhr

Was bisher geschah:

(sda/dpa/reu/afp)

Nach Augenzeugenberichten hatte ein Mann zunächst in einer Moschee in der Innenstadt um sich geschossen, wo sich Hunderte Muslime zum Freitagsgebet versammelt hatten. Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse. Es handelte sich um die Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum und um eine Moschee im Vorort Linwood. Die Lage war auch Stunden nach den ersten Schüssen noch unklar.

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Neuseeländische Medien berichteten von mindestens neun Toten und Dutzenden Verletzten. Es gab aber auch Berichte über deutlich mehr Todesopfer. Ein Polizeisprecher berichtete zunächst von einer Festnahme. Später gaben die Sicherheitskräfte bekannt, dass vier Verdächtige festgenommen worden seien. Es handele sich um drei Männer und eine Frau. An den Fahrzeugen der Angreifer seien zudem Sprengsätze gefunden worden, die von der Armee entschärft worden seien. Die Polizei liess offen, ob sie die Angriffe als terroristische Tat einstuft.

Weisser Mann mit Helm

Die Stadt Christchurch hat rund 350'000 Einwohner und liegt auf der Südinsel des Pazifikstaats. Die ersten Schüsse fielen nach Augenzeugenberichten gegen 13.45 Uhr Ortszeit (01.45 Uhr MEZ). In der Moschee waren demnach mehr als 300 Gläubige. Den Zeugen zufolge handelt es sich bei dem Täter um einen weissen Mann, der Helm und kugelsichere Weste trug. Mit seiner automatischen Waffe soll er immer wieder in die Menschenmenge geschossen haben.

Im Internet kursieren ein Video und verschiedene Botschaften, die angeblich von einem der Täter stammen. Zuverlässig überprüfen liess sich das zunächst nicht. Auf dem Video sind zahlreiche Verletzte und am Boden liegende Personen zu sehen.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern verurteilte den Angriff aufs Schärfste. In einer kurzen Stellungnahme sprach die sozialdemokratische Politikerin von einem der «dunkelsten Tage» in der Geschichte ihres Landes. Für so etwas gebe es «keinen Platz in Neuseeland». Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Sie kündigte an, noch am Freitag selbst nach Christchurch zu fliegen.

Innenstadt komplett abgeriegelt

Die Polizei sprach in einer Video-Nachricht, die über die sozialen Netzwerke verbreitet wurde, von einer «sehr ernsten und tragischen Serie an Ereignissen». Zugleich appellierte sie an alle Muslime in Neuseeland, zuhause zu bleiben. «Unter keinen Umständen sollte irgendjemand im Land jetzt zu einer Moschee gehen.» Menschen in Christchurch wurden aufgerufen, generell nicht auf die Strasse zu gehen.

Die Stadt riegelte wegen der unklaren Lage alle staatlichen Gebäude ab. Neben Schulen wurden auch das Rathaus, die städtische Bücherei und Museen geschlossen. Bürgermeisterin Lianne Dalziel appellierte an die Einwohner, die Innenstadt zu meiden. Sie sagte: «Alle sind geschockt. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas hier passieren kann.»

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