Syrien bietet Rebellen Dialog an

LIMASSOL. Nach der syrischen Opposition ist nun offenbar auch das Regime in Damaskus zu direkten politischen Gesprächen mit der Gegenseite bereit. Die Tür sei geöffnet, sagte Informationsminister Omran al-Sobhi. Der Dialog könnte «ohne Vorbedingungen» stattfinden.

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LIMASSOL. Nach der syrischen Opposition ist nun offenbar auch das Regime in Damaskus zu direkten politischen Gesprächen mit der Gegenseite bereit. Die Tür sei geöffnet, sagte Informationsminister Omran al-Sobhi. Der Dialog könnte «ohne Vorbedingungen» stattfinden. Die syrische Regierung sei auch gewillt, «mit bewaffneten Gruppen» zu verhandeln, die bereit seien, ihre Waffen niederzulegen. Wenn aber «jemand zu mir sagt: <Ich will über diese Frage reden, sonst töte ich Dich>, ist das kein Dialog», sagte Sobhi.

Vertreter der syrischen Opposition haben auf das Dialogangebot des Assad-Regimes bisher nicht reagiert. Vor zwei Wochen hatte der Führer der Nationalen Koalition, Ahmed Moas al-Khatib, dem Regime Gespräche angeboten, in denen es «unbedingt» um den Rücktritt des Präsidenten gehen müsse. Der direkte Dialog dürfe nur mit Regimevertretern geführt werden, die «kein Blut an den Händen» hätten. Als Gesprächspartner in Frage käme der sunnitische Vizepräsident Faruk al-Scharaa, der in Oppositionskreisen als das «kleinere Übel» gilt.

Die Gefechte in den Vororten der syrischen Hauptstadt hielten unterdessen unvermindert an. Versuche der Rebellen, den zentralen Abbassiden-Platz zu stürmen, sind offensichtlich gescheitert. Im Grossraum Aleppo hätten die islamistischen Rebellenorganisationen am Freitag über 100 Kämpfer verloren, meldet die syrische Informationsstelle für Menschenrechte in London. (M. Wr.)