Suleiman ist Präsident

Libanon Das libanesische Parlament hat gestern Armeechef General Michel Suleiman zum Präsidenten gewählt. Libanon war seit Ende der Amtszeit von Émile Lahoud im November ohne Präsident. Möglich wurde Suleimans Wahl im 20.

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Libanon

Das libanesische Parlament hat gestern Armeechef General Michel Suleiman zum Präsidenten gewählt. Libanon war seit Ende der Amtszeit von Émile Lahoud im November ohne Präsident. Möglich wurde Suleimans Wahl im 20. Anlauf durch einen Kompromiss zwischen der prowestlichen Regierung des sunnitischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora und der Opposition unter Führung der schiitischen Hisbollah. (dpa/ap)

Südafrika

Zehntausende vertrieben

Seit Beginn der ausländerfeindlichen Gewalt in Südafrika vor zwei Wochen sind Zehntausende Menschen vertrieben worden. Präsident Thabo Mbeki ist zunehmend unter Druck. Die südafrikanische «Sunday Times» forderte seinen Rücktritt. Allein in Johannesburg kamen laut Polizei bisher 50 Menschen ums Leben. Erstmals seit dem Einsatz des Militärs hat ein Soldat in Notwehr einen Angreifer erschossen. (afp/dpa)

USA

Clinton entschuldigt sich

Hillary Clinton hat ihr Festhalten an der Bewerbung als US-Präsidentschaftskandidatin mit der Ermordung Robert Kennedys in Verbindung gebracht und damit derart harsche Kritik geerntet, dass sie sich prompt zu einer Entschuldigung veranlasst sah. Clinton hatte gesagt, ihr Mann Bill habe sich 1992 die Nominierung auch erst mit einem Vorwahlsieg Mitte Juni in Kalifornien gesichert. «Und wir erinnern uns, dass Kennedy im Juni in Kalifornien ermordet wurde.» Er hatte dort gerade die Vorwahl gewonnen, als er am 5. Juni 1968 ermordet wurde. (ap)

Simbabwe

Tsvangirai ist zurück

Nach sechs Wochen im Ausland ist Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai nach Harare zurückgekehrt, um in der Stichwahl um das Präsidentenamt gegen Machthaber Robert Mugabe anzutreten. Laut offiziellen Angaben hatte Tsvangirai den ersten Wahlgang gewonnen, aber nicht genug Stimmen für einen direkten Sieg. Er war wegen eines befürchteten Mordkomplotts nach der Wahl ins Ausland gereist. (afp)

Kongo

Rebellenführer verhaftet

Kriegsverbrechen, Folter, Vergewaltigung: Wegen dieser Vorwürfe haben belgische Fahnder den kongolesischen Oppositionspolitiker Jean-Pierre Bemba Gombo am Samstag bei Brüssel verhaftet. Grundlage war ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) in Den Haag gegen den früheren Rebellenführer und Vizepräsidenten der Demokratischen Republik Kongo von 2003 bis 2006. (dpa/afp)

Afghanistan

US-Soldaten ohne Anklage

Die US-Streitkräfte erheben keine Anklage gegen Soldaten, die vor einem Jahr in Afghanistan 19 Zivilisten getötet haben. Die Marineinfanteristen hätten angemessen reagiert und nicht gegen Regeln für den Kampfeinsatz verstossen. Die afghanischen Behörden reagierten auf den Entscheid verärgert. Kritik kam auch von der afghanischen UNO-Mission. (ap)

ukraine

Klitschko unterlegen

Boxweltmeister Vitali Klitschko ist mit seiner Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters von Kiew gescheitert. Gemäss Wählernachfragen sicherte sich Amtsinhaber Leonid Tschernowetski mit 32,8% der Stimmen die Wiederwahl. Klitschko erhielt 19,8%. (ap)

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