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Sturm fordert in Süddeutschland ein Todesopfer und elf Verletzte

Beim ersten schweren Sturm im kalendarischen Herbst sind im süddeutschen Baden-Württemberg elf Menschen verletzt worden.

Ein vierjähriger Knabe schwebt in Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte. Im benachbarten Bayern forderte das Sturmtief "Fabienne" ein Todesopfer. Ein Sprecher des Lagezentrums in Stuttgart sagte am Morgen, das ganze Bundesland Baden-Württemberg sei von schweren Schäden betroffen: "Bäume sind umgestürzt, Autos zerstört, Bauzäune umgekippt."

Der vierjährige Bub wurde in Rhein-Neckar von einem umstürzenden Baum lebensbedrohlich verletzt, als eine Orkanböe am Sonntagabend eine grosse Buche auf das Auto kippte, in dem das Kind sass, wie die Polizei mitteilte. Drei weitere Familienmitglieder, die sich in dem Fahrzeug befanden, blieben laut Polizei unverletzt.

Bei Ludwigsburg erfasste eine Windböe einen Rollerfahrer, der sich beim anschliessenden Sturz schwer verletzte. Nach Angaben des Lagezentrums musste auch ein Fahrradfahrer in Friedrichshafen mit schweren Verletzungen in ein Spital gebracht werden, nachdem er von einem umkippenden Bauzaun erfasst worden war.

Auf Camping-Platz von Baum erschlagen

In Bayern kam eine Frau ums Leben. Auf einem Campingplatz im Landkreis Bamberg stürzte am Sonntagabend ein Baum um und erschlug eine 78-Jährige, wie die Polizei mitteilte.

Auf der Bahnstrecke zwischen Singen und Konstanz musste am späten Sonntagabend ein Zug wegen umgestürzter Bäume in Radolfzell auf freier Strecke evakuiert werden. 80 Menschen wurden von Einsatzkräften aus dem Zug geholt. Laut Polizei blieb die Strecke zunächst gesperrt.

Gestrandete Zug-Passagiere in Basel

Eine Bahnsprecherin bestätigte in der Nacht zu Montag, in Baden-Württemberg seien zahlreiche Bäume auf Gleise oder Oberleitungen gestürzt. Einige Strecken seien auch am frühen Montagmorgen noch nicht wieder freigegeben.

In Stuttgart und Basel stellte die Bahn Hotel-Züge bereit, um gestrandete Fahrgäste unterbringen zu können. Die Bahnsprecherin kündigte an, dass es auch noch am Montagmorgen zu Einschränkungen kommen könne: "Dadurch, dass Züge und Personal nicht an den richtigen Stellen sind, kann es zu Auswirkungen kommen." (sda dpa)

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