Staatschefs beraten über Burundi-Krise

BUJUMBURA. Die ostafrikanischen Staatschefs haben am Sonntag auf ihrem Gipfeltreffen in Tansania über Möglichkeiten zur Beilegung der Krise in Burundi beraten. Dessen Präsident Pierre Nkurunziza sagte kurzfristig ab und liess sich durch seinen Aussenminister vertreten.

Drucken
Teilen

BUJUMBURA. Die ostafrikanischen Staatschefs haben am Sonntag auf ihrem Gipfeltreffen in Tansania über Möglichkeiten zur Beilegung der Krise in Burundi beraten. Dessen Präsident Pierre Nkurunziza sagte kurzfristig ab und liess sich durch seinen Aussenminister vertreten. Bei den Beratungen wurde der burundischen Regierung laut Diplomatenangaben nahegelegt, die umstrittenen Präsidentschaftswahlen zu verschieben.

Das Treffen der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) im Zusammenhang mit der umstrittenen erneuten Präsidentschaftskandidatur von Nkurunziza hatte am Samstag auf Ministerebene begonnen. Bei dem Gipfel am Sonntag fehlte neben Nkurunziza auch der ruandische Staatschef Paul Kagame.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma lud sich selbst ein – sein Land ist zwar kein EAC-Mitglied, spielte aber eine wichtige Rolle beim Zustandekommen der Friedensabkommen von Arusha, die dem burundischen Bürgerkrieg (1993–2006) ein Ende setzten. Ebenfalls anwesend war die Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union (AU), Nkosazana Dlamini Zuma. Sie hatte sich in den vergangenen Wochen sehr deutlich gegen eine dritte Amtszeit von Nkurunziza ausgesprochen. In Burundi gibt es seit April Proteste gegen Nkurunziza. Mehr als 30 Menschen wurden dabei getötet, häufig durch Polizeischüsse. (afp)

Aktuelle Nachrichten