Spital in Kabul angegriffen

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Afghanistan Als Ärzte und Pfleger verkleidete Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben in Kabul ein Militärspital überfallen und viele Menschen getötet. Es war bereits der vierte grosse Anschlag in diesem Jahr in der afghanischen Hauptstadt.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums von gestern kamen beim Angriff mindestens 30 Menschen ums Leben, rund 60 seien verletzt worden. Fast alle Opfer seien Patienten, Besucher und Personal. Zu Beginn des Angriffs auf das 400-Betten-Spital Sardar Mohammad Daud Chan gegen 9 Uhr (Ortszeit) hatte sich Sicherheitskreisen zufolge ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Danach hätten drei Angreifer mit Schnellfeuerwaffen und Handgranaten den Gebäudekomplex gestürmt. Die Täter hätten sich über mehrere Stunden Feuergefechte mit den Sicherheitskräften geliefert.

Über dem Gebäude kreisten Militärhelikopter, die Spezialkräfte absetzten und Patienten mitnahmen. Am späten Nachmittag sei die Lage unter Kontrolle gewesen; die vier Angreifer seien getötet worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Im Spital werden Militärangehörige aus dem ganzen Land behandelt. Es liegt an einer grossen Kreuzung. Auf der anderen Strassenseite steht die stark gesicherte US-Botschaft. (rtr)