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SOMALIA: Islamistischer Anschlag fordert zahlreiche Tote

In einem Hotel in der Hauptstadt Mogadischu spielten sich grausame Szenen ab.

Bei einem Terroranschlag auf ein Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag mindestens 29 Menschen getötet worden. Nach der Explosion einer Autobombe vor einem Hotel überfielen islamistische Angreifer das Gebäude. Erst nach rund zwölf Stunden konnten die somalischen Sicherheitskräfte den Angriff beenden.

Unter den Toten seien mindestens zwölf Polizisten, sagte ein Polizeisprecher. Eine Frau sei enthauptet und ihre drei Kinder erschossen worden. Auch ein früherer Vizeminister und ein ehemals leitender Polizist wurden getötet, wie es seitens der Sicherheitskräfte hiess.

Drei der Täter seien festgenommen worden, zwei weitere hätten sich in die Luft gesprengt, nachdem sie von Schüssen getroffen worden seien. Andere hätten möglicherweise entkommen können. Sicherheitskräfte hatten mehr als 30 Personen aus dem Hotel retten können. Unter den Geretteten habe sich auch ein Minister sowie ein bekannter Geistlicher befunden.

Autobombe leitet Angriff ein

Zu Beginn des Anschlags zerstörte gegen 17 Uhr eine Autobombe den Eingangsbereich des Hotels Nasahablod-Two, das in der Nähe des Präsidentenpalasts liegt. Anschliessend seien die Attentäter in das Hotel gestürmt. In Somalia leben viele Amtsträger in besonders gesicherten Hotels.

Die Islamisten-Miliz Al Schabaab, die sich zum Angriff bekannte, gab die Zahl der Getöteten mit 40 an, darunter seien drei ihrer eigenen Kämpfer. Der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed sagte in einer Stellungnahme, seine Regierung werde den Terroristen trotzen. Der Anschlag werde sie nicht davon abhalten, gegen Al-Shabaab vorzugehen.

Kampf für Gottesstaat

Erst Mitte Oktober hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Lastwagen an einem der belebtesten Verkehrsknotenpunkte in Mogadischu in die Luft gesprengt. Mehr als 350 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet. Die Regierung des ostafrikanischen Landes machte auch für diese Tat die Al-Shabaab-Miliz verantwortlich. Der Präsident versprach nach dem verheerenden Anschlag, Al-Shabaab endgültig zu zerschlagen.

Die mit Al-Kaida verbündete Miliz kämpft im seit Jahren instabilen Land am Horn von Afrika gewaltsam für die Errichtung eines islamistischen Gottesstaats und hat sich den Sturz der von der internationalen Gemeinschaft unterstützten Regierung zum Ziel gesetzt. Zwar hatten Truppen der Afrikanischen Union (AU) und der somalischen Armee die Al-Shabaab-Miliz 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen sind aber weiterhin im Land aktiv. Neben Angriffen auf somalische oder ausländische Militärstützpunkte verüben sie immer wieder Anschläge in Mogadischu. Rund 22 000 Soldaten der AU befinden sich zurzeit in Somalia, um die Zentralregierung militärisch zu unterstützen. (sda)

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