Gastkommentar

«So viele verdanken der Schweiz so vieles», schreibt der US-Botschafter in seinem 1.-August-Brief an uns

Edward McMullen hat alle 26 Kantone besucht – und dabei eine wichtige Gemeinsamkeit zwischen der Schweiz und Amerika kennengelernt.

Edward McMullen
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Edward McMullen, US-Botschafter in Bern.

Edward McMullen, US-Botschafter in Bern.

Bild: Keystone

Liebe Schweiz

Es ist mir eine Freude, all meinen Schweizer Freunden einen frohen Nationalfeiertag wünschen zu können. Während der letzten drei Jahre habe ich Euer atemberaubendes Land ausgiebig bereist und alle 26 Kantone besucht. Vor zwei Jahren hatte ich die Ehre, den 1. August als Gast gemeinsam mit Bundespräsident Alain Berset und vielen Schweizern auf dem Rütli zu feiern.

Was mir bei meiner Arbeit und auf meinen Reisen immer wieder auffällt, ist, dass die Selbstbestimmung, das Streben nach Freiheit und die Rechtsstaatlichkeit, die das tägliche Leben hier bestimmen, dieselben Werte sind, die wir auch in den USA an unserem Nationalfeiertag feiern.

Die Schweiz und die USA haben so viel gemeinsam. Wir arbeiten eng mit der Schweizer Regierung und der Gesellschaft zusammen, um unsere gemeinsamen Werte zu stärken und Wohlstand und Sicherheit zu fördern. Wir sind stolz auf die enge Beziehung zwischen der Schweiz und den USA.

Als sich die Landesväter vor sieben Jahrhunderten auf dem Rütli trafen, begründeten sie eine Nation, die heute eine wichtige und einzigartige Rolle auf der Welt spielt. Nur wenige Länder können mit dem anhaltenden Einsatz der Schweiz für Frieden und Freiheit mithalten. Nur wenige setzen sich mit solcher Hingabe für humanitäre Prinzipien ein. So viele verdanken der Schweiz so vieles. Ich wünsche mir, dass die Schweiz auch in den kommenden Jahrhunderten ein Leuchtturm für Frieden und Freiheit bleibt.

Einen frohen 1. August, liebe Schweiz!

Edward McMullen, US-Botschafter

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