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SIZILIEN: Skandal um gekaufte Wählerstimmen in Italien

Ein Mitte-rechts-Politiker soll bei den Wahlen im grossen Stil Stimmen gekauft haben.

Eine Woche nach den Regionalwahlen auf Sizilien ist ein Skandal um gekaufte Wählerstimmen auf der Insel entbrannt. Gegen einen neugewählten sizilianischen Regionalparlamentarier, Edmondo Tamajo, sind Ermittlungen wegen «Wahlkorruption» aufgenommen worden, berichteten italienische Medien am Samstag.

Der Mitte-rechts-Politiker, der in den Reihen des neugewählten Präsidenten Siziliens, Nello Musumeci, in das Regionalparlament gehievt wurde, soll Vorzugsstimmen «gekauft» haben. 25 Euro soll Tamajo pro Wählerstimme gezahlt haben, lautet der Vorwurf.

Tamajo war mit 14 000 Vorzugsstimmen der meistgewählte Kandidat in Siziliens Hauptstadt Palermo. Auf regionaler Ebene landete er auf Platz drei im Ranking der meistgewählten Kandidaten. Der Politiker soll in den nächsten Tagen von den Ermittlern befragt werden.

Der 41-jährige Tamajo wies die Vorwürfe auf seinem Facebook-Profil zurück. Er habe nie eine einzige Stimme gekauft; seine politische Karriere beruhe auf «Taten, um Menschen zu unterstützen». Er kündigte an, bei den Ermittlungen voll zu kooperieren, um die Situation zu klären.

Forza-Italia-Kandidat unter Hausarrest

Am Mittwoch erst war der am Sonntag gewählte Abgeordnete Cateno De Luca wegen des Verdachts auf grossangelegten Steuerbetrug unter Hausarrest gestellt worden. Dem 45-Jährigen wird vorgeworfen, zusammen mit dem Präsidenten eines örtlichen Unternehmerverbandes mittels fingierter Rechnungen 1,75 Millionen Euro am Fiskus vorbeigeschleust zu haben. (sda)

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