Seerettung nützt den Schleppern

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Migration Die deutsche Regierung räumt ein, dass die EU-Operation «Sophia» zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer den Schleppern eher nützt. Die Schlepperorganisationen «kalkulieren die im Seegebiet fahrenden Schiffe in ihren Modus Operandi» mit ein. Diese seien nach internationalem Seerecht verpflichtet, Seenothilfe zu leisten, heisst es in der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linksfraktion, aus der die Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitieren. Und weiter: «Die Bundesregierung sieht mit Sorge, wie Schleuser ihr Geschäftsmodell auf die Seenotrettung durch die verschiedenen Akteure ausrichten.

Allein im vergangenen Jahr kamen mehr als 180 000 Menschen über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa. Tausende weitere ertranken, weil ihre Boote kenterten. (sda)