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Zwei Tote nach Schüssen in Halle: Täter ist anscheinend ein 27-jähriger Deutscher ++ rechtsextremistisches Motiv wahrscheinlich

Am Mittwochmittag sind in der deutschen Stadt Halle Schüsse gefallen. Gemäss der Polizei Halle gibt es zwei Tote. Eine Person wurde festgenommen.
spe/fmü/zfo/sda
Diese Synagoge war Ziel des Angriffs. (Bild: Keystone/ Filip Singer, 10. Oktober 2019)Diese Synagoge war Ziel des Angriffs. (Bild: Keystone/ Filip Singer, 10. Oktober 2019)
Eine Frau und ihr Kind vor den Kerzen und Blumen für die Verstorbenen in Halle. (Bild: Keystone/ Filip Singer, 10. Oktober 2019)Eine Frau und ihr Kind vor den Kerzen und Blumen für die Verstorbenen in Halle. (Bild: Keystone/ Filip Singer, 10. Oktober 2019)
Schussspuren an der Tür zur Synagoge in Halle. (Bild: Keystone/ Filip Singer, 10. Oktober 2019)Schussspuren an der Tür zur Synagoge in Halle. (Bild: Keystone/ Filip Singer, 10. Oktober 2019)
Die Kanzlerin Angela Merkel besuchte am Mittwochabend in Berlin eine Veranstaltung der Neuen Synagoge. (Bild: Keystone/ Christoph Soeder, 9. Oktober 2019)Die Kanzlerin Angela Merkel besuchte am Mittwochabend in Berlin eine Veranstaltung der Neuen Synagoge. (Bild: Keystone/ Christoph Soeder, 9. Oktober 2019)
Die Dönerbude, vor der der Täter auch Schüsse abgab. (Bild: Keystone / Jan Woitas, 10. Oktober 2019)Die Dönerbude, vor der der Täter auch Schüsse abgab. (Bild: Keystone / Jan Woitas, 10. Oktober 2019)
Polizeieinheiten blockieren eine Strasse in der Nähe von Wiedersdorf bei Landsberg, (Bild: EPA/CLEMENS BILAN)Polizeieinheiten blockieren eine Strasse in der Nähe von Wiedersdorf bei Landsberg, (Bild: EPA/CLEMENS BILAN)
Ein Besucher einer Synagoge spricht mit der Polizei in Halle. (Bild: EPA/FILIP SINGER)Ein Besucher einer Synagoge spricht mit der Polizei in Halle. (Bild: EPA/FILIP SINGER)
Besucher einer Synagoge in Halle. (Bild: AP Photo Jens Meyer)Besucher einer Synagoge in Halle. (Bild: AP Photo Jens Meyer)
Polizei und Hilfskräfte vor dem jüdischen Friedhof in Halle. (AP Photo Jens Meyer)Polizei und Hilfskräfte vor dem jüdischen Friedhof in Halle. (AP Photo Jens Meyer)
Polizisten vor einem Döner-Laden. (Sebastian Willnow/dpa)Polizisten vor einem Döner-Laden. (Sebastian Willnow/dpa)
Polizisten klettern über die Wand, welche einen Friedhof umgibt. (EPA/FILIP SINGER)Polizisten klettern über die Wand, welche einen Friedhof umgibt. (EPA/FILIP SINGER)
Polizisten im Einsatz (EPA/FILIP SINGER)Polizisten im Einsatz (EPA/FILIP SINGER)
Strassen in Halle wurden von der Polizei blockiert. (AP Photo Jens Meyer)Strassen in Halle wurden von der Polizei blockiert. (AP Photo Jens Meyer)
Polizisten sichern die Umgebung. (KEYSTONE/DPA/Jan Woitas)Polizisten sichern die Umgebung. (KEYSTONE/DPA/Jan Woitas)
Polizisten vor dem jüdischen Friedhof in Halle (AP Photo Jens Meyer)Polizisten vor dem jüdischen Friedhof in Halle (AP Photo Jens Meyer)
Auch in Wiedersdorf stehen die Polizisten bereit. EPA/CLEMENS BILANAuch in Wiedersdorf stehen die Polizisten bereit. EPA/CLEMENS BILAN
16 Bilder

Tödlicher Angriff auf Synagoge in Halle

Was wir wissen:

  • In der Stadt Halle sind am Mittwochmittag Schüsse gefallen.
  • Die Polizei bestätigt zwei Tote. Es handelt sich dabei um einen Mann und eine Frau.
  • Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen.
  • Gemäss eines Polizeisprechers gibt es in Halle zwei Tatorte: in der Nähe einer Synagoge und bei einem Dönerladen.
  • Der Generalbundesanwalt geht von einem möglichen rechtsextremistischen Hintergrund aus.
21:14 Uhr

Mit dem folgenden zusammenfassenden Text schliessen wir die Berichterstattung in diesem Live-Ticker für heute ab.

19:40 Uhr

(sda/dpa) Die bewaffneten Angriffe in Halle haben nach Angaben des deutschen Innenminister Horst Seehofer sehr wahrscheinlich ein rechtsextremistisches Motiv.

«Nach Einschätzung des Generalbundesanwalts gibt es ausreichend Anhaltspunkte für einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund», teilte der CSU-Politiker am Mittwochabend in Berlin mit. Die aktuelle Erkenntnislage erlaube es aber noch nicht, die Tat abschliessend einzuordnen.

Bei den Angriffen auf eine Synagoge und «an weiteren Orten im Raum Halle» sind nach Angaben des Innenministeriums zwei Menschen getötet und mehrere Menschen verletzt worden.

«Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse müssen wir davon ausgehen, dass es sich zumindest um einen antisemitischen Angriff handelt», sagte Seehofer. «Der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur ist heute ein schwarzer Tag. Ein schwer bewaffneter Täter hat versucht, in eine Synagoge einzudringen, in der sich rund 80 Menschen aufhielten.»

Bei dem mutmasslichen Täter soll es sich nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA um einen 27 Jahre alten Mann handeln. Der Mann war den Behörden ersten Informationen zufolge bisher nicht als Teil der rechtsextremen Szene in Sachsen-Anhalt aufgefallen.

Seehofer erklärte weiter, er sei über diesen abscheulichen Angriff zutiefst bestürzt und verurteile ihn auf das Schärfste. «Ich denke an die Opfer und Ihre Familien und wünsche den Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung», sagte der Minister.

Er will am morgigen Donnerstag gemeinsam mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, nach Halle an der Saale reisen.

Über den Stand der Ermittlungen werden die Behörden in Sachsen-Anhalt Seehofer zufolge an diesem Donnerstag informieren.

18:59 Uhr

(sda/zfo) Der Täter soll ein 27-jähriger Deutscher sein, berichtet Spiegel Online. Es soll sich gemäss der Nachrichtenagentur DPA um den gefassten Mann handeln, über dessen Festnahme die Polizei bereits am Nachmittag informiert hatte. Zunächst waren die Ermittler von mehreren Angreifern ausgegangen.

Hinweise deuten gemäss Spiegel Online auf ein rechtsextremes Motiv hin - und auf einen Einzeltäter. Den Ermittlern liege inzwischen ein Video vor, das der Attentäter offenbar mithilfe einer Helmkamera aufnahm. Der Film zeigt, wie er eine Passantin in der Nähe des jüdischen Friedhofs sowie einen Gast in einem Döner-Bistro in der Nähe der Synagoge erschiesst.

18:54 Uhr
Ein Besucher einer Synagoge spricht mit der Polizei in Halle. (Bild: EPA/FILIP SINGER)

Ein Besucher einer Synagoge spricht mit der Polizei in Halle. (Bild: EPA/FILIP SINGER)

18:45 Uhr
18:38 Uhr

(sda) Bei dem Angriff in Halle/Saale legte ein Täter auch selbstgebastelte Sprengsätze vor der Synagoge ab. Der Täter habe versucht, in die Synagoge einzudringen, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Es seien dabei mehrere Schüsse gefallen.

Medienberichte, wonach damit das Schloss der Synagoge aufgeschossen werden sollte, blieben zunächst unbestätigt.

17:13 Uhr

Auch in der Schweiz soll die Polizei Sicherheitsmassnahmen bei Synagogen ergriffen haben. Der Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich sagte zu Blick: «Wir sind nicht untätig geblieben und haben Massnahmen ergriffen.» Welche Vorkehrungen ergriffen wurden, wollte er aus taktischen Gründen nicht mitteilen.

16:33 Uhr
16:27 Uhr

Nach den tödlichen Schüssen in Halle wurde auch die Polizei im benachbarten Sachsen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Zudem wurde der Schutz jüdischer Einrichtungen ausgeweitet, wie Landesinnenminister Roland Wöller am Mittwoch in Dresden mitteilte.

Die notwendigen operativen Massnahmen würden von einem eigens einberufenen Einsatzstab der Polizei in Leipzig aus geleitet. Die Polizei Sachsen unterstützt darüber hinaus die Polizei in Sachsen-Anhalt mit Einsatzkräften und Technik.

In Leipzig laufen am Mittwoch die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution, an denen unter anderem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnimmt. Das am Abend geplante Lichtfest in der Leipziger Innenstadt wird «mit aktuellem Stand» stattfinden, wie die Polizei Sachsen auf Twitter mitteilte. Geprüft werde eine Kräfteaufstockung.

16:18 Uhr

Bei den Todesopfern handelt es sich nach den Worten einer Polizeisprecherin um einen Mann und eine Frau. Der Mann sei in oder an einem Döner-Imbiss erschossen worden, die Frau in der Humboldtstrasse, in der sich auch die Synagoge befindet. Ob sie ein Zufallsopfer sei, sei unklar. Die beiden wurden gegen Mittag getötet.

15:55 Uhr

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung:

Sebastian Kurz, ehemaliger Bundeskanzler von Österreich:

15:52 Uhr

Neben den beiden Todesopfern gibt es zudem zwei Schwerverletzte. Wie das Universitätsklinikum der Stadt auf Anfrage am Mittwoch mitteilte, wurden die beiden mit Schussverletzungen in die Klinik eingelieferten Opfer am Mittwochnachmittag operiert. Ob Lebensgefahr besteht, steht nicht fest.

15:46 Uhr

Diverse Medien berichteten von einem Täter, der sich nach Leipzig abgesetzt haben soll. Die Polizei dementiert dies nun auf Twitter.

15:40 Uhr

Die Polizei hat nun mehrere Hinweis-Telefone eingerichtet.

15:20 Uhr

Inzwischen habe die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen, berichtet Spiegel Online. Ein Sprecher begründete dies am Mittwoch mit der «besonderen Bedeutung des Falles». Ein Verdächtiger versuchte offenbar in die im Paulusviertel in Halle gelegene Synagoge einzudringen, so die Zeitung.

Die Tat ereignete sich am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. 70 bis 80 Menschen befanden sich deswegen am Mittwoch in der Synagoge in Halle. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar.

15:15 Uhr

Polizisten sichern auch in anderen Städten Synagogen, wie hier im Bild in Dresden.

(Bild: Robert Michael/dpa via AP)

(Bild: Robert Michael/dpa via AP)

15:13 Uhr
14:51 Uhr

Die Polizei ruft die Bevölkerung dazu auf, die Ruhe zu bewahren.

14:26 Uhr

(sda) Ein Zeuge berichtet im Fernsehsender n-tv, dass ein mit Sturmmaske und Helm bekleideter Mann in Halle mit einem Sturmgewehr in ein Dönerrestaurant geschossen habe. Zuvor habe der Angreifer eine Art Sprengsatz geworfen, der aber an der Fassade abgeprallt und explodiert sei. In dem Dönerimbiss hätten sich insgesamt fünf bis sechs Gäste aufgehalten, sagte der Zeuge. Er selbst habe sich in der Toilette versteckt.

Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber des TV-Senders, es gebe zwei Tatorte: Den Dönerladen und die Synagoge.

Der Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand, sprach von einer «Amoklage».

14:08 Uhr

Auch im 15 Kilometer entfernten Landsberg fielen Schüsse, wie eine Sprecherin der Polizei Halle der dpa bestätigte. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

13:49 Uhr

Wie die Polizei Halle auf Twitter mitteilt, hat sie eine verdächtige Person festgenommen.

13:18 Uhr

Gegen Mittag sind in der deutschen Stadt Halle im mitteldeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt mehrere Schüsse gefallen. Zwei Personen wurden dabei getötet. Via Twitter informiert die Polizei Halle, dass sie nach den mutmasslichen Tätern fahndet und bittet die Bevölkerung, in ihren Wohnungen zu bleiben. Die Polizei spricht von mehreren mutmasslichen Tätern, die mit einem Auto flüchteten.

Der Vorfall hat sich gemäss Berichterstattung der «Mitteldeutschen Zeitung» im Paulusviertel ereignet. Das Viertel liegt nördlich der Innenstadt. Anwohnern zufolge sei die Tat in der Nähe einer Synagoge geschehen, dies sei jedoch von der Polizei derzeit nicht bestätigt.

Der Bahnhof Halle ist wegen den Ermittlungen gesperrt.

Die Behörden gaben danach auch für den Nachbarort Landsberg eine Warnung wegen Schusswaffengebrauchs durch:

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