Russland-Affäre

Schlinge zieht sich zu: Sonderermittler legt weitere Klage gegen Trumps Wahlkampf-Chef vor

In der Russland-Affäre hat US-Sonderermittler Robert Mueller die Anklagen gegen zwei ehemalige Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump erweitert. Paul Manafort und sein Geschäftspartner Rick Gates hätten sich des Steuer- und Bankbetrugs schuldig gemacht.

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Paul Manafort sieht sich mit einer weiteren Klage konfrontiert. (Archivbild)

Paul Manafort sieht sich mit einer weiteren Klage konfrontiert. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/SHAWN THEW

Unter anderem habe Manafort mit Hilfe von Gates mehr als 30 Millionen Dollar gewaschen, heisst es laut Gerichtsunterlagen, die am Donnerstag in einem Bundesbezirksgericht in Virginia eingereicht wurden. Die beiden Männer hätten zudem von 2010 bis 2014 wissentlich falsche Steuererklärungen abgegeben. Eine Stellungnahme ihrerseits zu den Vorwürfen lag zunächst nicht vor.

Mueller hatte gegen Manafort und Rick bereits im Oktober Anklage erhoben. Sie wiesen damals die Vorwürfe zurück. Trump selbst wurde in der Anklage nicht erwähnt.

Mueller untersucht, ob Mitglieder von Trumps damaligem Team in die Affäre um eine mutmassliche Beeinflussung der Präsidentenwahl durch Russland verwickelt sind. Sowohl der Präsident als auch die russische Regierung haben dies zurückgewiesen.