Samsung-Erbe muss vor Gericht

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Südkorea Neuer Schock für den Smartphone-Hersteller Samsung: Der Erbe und inoffizielle Chef des Konzerns, Lee Jae Yong, muss vor Gericht. Gegen ihn und vier weitere Samsung-Manager wurde gestern Anklage wegen Korruption erhoben. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre, die Südkorea seit mehreren Monaten erschüttert. Lee sitzt seit mehr als zehn Tagen in Untersuchungshaft.

Sonderermittler werfen dem 48-Jährigen auch Veruntreuung, Verschleierung von Auslandsvermögen sowie Meineid vor. Ein Prozess gegen ihn und seine vier Mitangeklagten dürfte damit nun unausweichlich sein.

Hintergrund der Anklage ist der Korruptionsskandal um die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye. Samsung ist der grösste einzelne Geldgeber der Stiftungen von Parks Vertrauter Choi Soon Sil. Choi soll ihre Beziehungen zur Präsidentin genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich persönlich zu bereichern. (sda)