Sabotageakt an «Thalys»-Trassee

BRÜSSEL. Verwirrung um den Hochgeschwindigkeitszug Thalys, der unter anderem zwischen Brüssel und Paris verkehrt. Die Züge konnten gestern bis am Nachmittag nicht fahren: Diebe hätten Kabel von der Trassee des Hochgeschwindigkeitszugs gestohlen, teilten die belgischen Behörden am Morgen mit.

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BRÜSSEL. Verwirrung um den Hochgeschwindigkeitszug Thalys, der unter anderem zwischen Brüssel und Paris verkehrt. Die Züge konnten gestern bis am Nachmittag nicht fahren: Diebe hätten Kabel von der Trassee des Hochgeschwindigkeitszugs gestohlen, teilten die belgischen Behörden am Morgen mit. Ein Kontrollzug habe den Schaden im Morgengrauen bei Ath, einer belgischen Ortschaft zwischen Brüssel und Lille, festgestellt.

Am Nachmittag hiess es dann: «Wir dachten zuerst an einen Kabeldiebstahl, aber das ist nicht, was passiert ist», sagte Frédéric Sacré, Sprecher der Infrastrukturbehörde Infrabel. «Vielmehr handelt es sich um eine bewusste Beschädigung der Signalisation.» An vier Orten haben unbekannte Täter Kabel und Elektrokästen in Brand gesetzt. Es habe aber nie eine Gefahr bestanden. «Im aktuellen Klima muss man Klartext sprechen: Es handelt sich nicht um einen Versuch, einen Zug zum Entgleisen zu bringen. Dennoch ist es ein schwerwiegender Angriff auf unsere Infrastruktur», sagte Sacré. Die Strafjustiz hat eine Untersuchung eröffnet zu den Hintergründen des Sabotageakts. (ffe.)