Russland reicht Nato die Hand

In Moskau hat gestern eine internationale Konferenz zur Lage in Afghanistan begonnen. Zum Auftakt der Beratungen bot der russische Aussenminister Sergej Lawrow der Nato eine Vertiefung der Zusammenarbeit an.

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In Moskau hat gestern eine internationale Konferenz zur Lage in Afghanistan begonnen. Zum Auftakt der Beratungen bot der russische Aussenminister Sergej Lawrow der Nato eine Vertiefung der Zusammenarbeit an. Neben der bereits bestehenden Transit-Erlaubnis für Nato-Nachschub nach Afghanistan sei Russland bereit, «weitere Möglichkeiten für eine konstruktive Zusammenarbeit zu prüfen», sagte Lawrow.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Kampf gegen den Drogenhandel und Wege zu einer Stabilisierung Afghanistans. Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft der Shanghai-Gruppe, der neben Russland auch China sowie die zentralasiatischen Republiken Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Kirgisien angehören. Die Gruppe sieht sich als Gegengewicht zur Nato.

An den Beratungen nehmen neben UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und Vertretern von Nato, EU und der Organisation der Islamischen Konferenz auch der US-Experte für Zentralasien, Patrick Moon, sowie eine iranische Delegation teil. Den Gesprächen in Moskau folgt am nächsten Dienstag in Den Haag eine von Washington angeregte internationale Afghanistan-Konferenz. (afp)

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