Rohani baut Militär aus

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Iran Wenige Tage nach den Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump hat Irans Präsident Hassan Rohani den Ausbau seiner Streitkräfte angekündigt. «Wir werden zur Abschreckung unsere militärische Stärke erhöhen», sagte Rohani gestern auf einer Militärparade in Teheran.

Auch das Raketenprogramm werde ausgeweitet. «Wir werden niemanden um Erlaubnis bitten, unser Land verteidigen zu können», sagte Rohani. «Wir werden nicht nur unsere Raketen, sondern auch unsere Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken.» Einer Meldung der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge verfügt der Iran über eine neue Rakete mit einer Reichweite von 2000 Kilometern, die mit unterschiedlichen Sprengköpfen bewaffnet werden kann.

Technische Probleme als einziges Hindernis

Trump hatte den Iran in seiner UNO-Rede am Dienstag als wirtschaftlich erschöpften Schurkenstaat bezeichnet, der Terror exportiere. Das von der internationalen Gemeinschaft mit dem Iran ausgehandelte Atomabkommen nannte er eine Schande und deutete an, dass die USA aus dem Vertrag aussteigen könnten; die übrigen Unterzeichnerstaaten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Russland und China) wollen daran festhalten.

Einer US-Studie zufolge erfüllt der Iran Vorschriften zur Beschränkung seines Atomprogramms zum Teil nur deshalb, weil technische Probleme die Entwicklung behindern. Zentrifugen zur Uran-Anreicherung seien bei Tests häufiger ausgefallen als erwartet, heisst es in der Reuters vorliegenden Untersuchung des Institute for Science and International Security. Der Iran habe sich so mitunter nur «unbeabsichtigt oder versehentlich» an die Auflagen gehalten. Das deute darauf hin, dass es schwierig werden dürfte, das Land längerfristig zur Erfüllung der Auflagen zu bewegen. (sda)