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Regierung Afghanistans verhandelt mit Taliban über Waffenruhe

In Afghanistan verhandeln ranghohe Vertreter der Taliban und der Regierung nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums über eine Waffenruhe. Die Gespräche liefen auf unterschiedlichen Ebenen.

"Hinter den Kulissen gibt es viele diplomatische Aktivitäten und Gespräche", sagte der US-General John Nicholson bei einer Telefonkonferenz mit Journalistin am Mittwoch im Pentagon in Washington.

Nicholson, US-Oberkommandierender in Afghanistan, wollte keine Angaben zu den Verhandlungsteilnehmern machen. Es seien Taliban-Vertreter der höchsten und mittleren Ebene beteiligt. Die Gespräche hätten "im Geheimen" stattgefunden, und der Erfolg der Bemühungen hänge auch "von der Vertraulichkeit des Prozesses ab".

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hatte den Taliban Ende Februar Friedensgespräche angeboten. Die Aufständischen könnten als politische Partei anerkannt werden, wenn sie einer Waffenruhe zustimmten und die afghanische Verfassung und Regierung offiziell als gültig und legitim anerkennen würden.

Angriffe haben zugenommen

Die Taliban gingen nicht offiziell auf das Angebot ein. Tödliche Angriffe nahmen seitdem jedoch zu, vor allem in der Hauptstadt Kabul, die für Zivilisten zum gefährlichsten Platz im Land geworden ist.

Nicholson, der versuchte, die Taliban durch verstärkten militärischen Druck an den Verhandlungstisch zu bringen, erklärte, Gewalt und Fortschritt schlössen einander nicht aus.

Nach seinen Angaben wurden bei einer vor einigen Tagen erfolgten Militäraktion gegen Verantwortliche eines Angriffs auf die Hauptstadt der Provinz Helmand, Farah, mehr als 50 Menschen getötet. Unter den Getöteten waren demnach die Nummer zwei der Taliban in Helmand, Abdul Manan, sowie mehrere örtliche Anführer aus den Provinzen Kandahar, Kundus, Herat, Farah und Urusgan.

Gefangene befreit

Afghanische Spezialkräfte befreiten derweil in der Südprovinz Helmand 102 Menschen aus Gefängnissen der radikalislamischen Taliban. Unter ihnen seien Polizisten, aber auch Frauen und Kinder gewesen, sagte ein Sprecher der Elitesoldaten, Dschawed Salim, am Donnerstag. Die Menschen seien in zwei Dörfern im Kadschaki-Bezirk gefangen gehalten worden.

Die Taliban hatten ihnen unter anderem "Kooperation mit oder Spionage für die Regierung" vorgeworfen. Einige Gefangene seien ein Jahr lang in den Händen der Taliban gewesen - oft ohne ausreichend Nahrung oder medizinische Versorgung. Von Seiten der Taliban gab es zunächst keine Reaktion dazu.

sda/afp/dpa

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