Rechte fordern EU-Abstimmung

KOPENHAGEN. Die dänischen Bürgerlichen und die Rechtspopulisten (DF) fordern, dass Dänemark den britischen Premier Cameron in seinen Verhandlungen mit der EU über Reformen der Union und eine veränderte Mitgliedschaft unterstützen solle.

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KOPENHAGEN. Die dänischen Bürgerlichen und die Rechtspopulisten (DF) fordern, dass Dänemark den britischen Premier Cameron in seinen Verhandlungen mit der EU über Reformen der Union und eine veränderte Mitgliedschaft unterstützen solle. Im Zentrum geht es den Konservativen und den Rechtspopulisten um eine Einschränkung von Sozialleistungen an EU-Ausländer.

Die DF geht aber noch weiter: Sie will nach der britischen Abstimmung über einen Verbleib in der EU «auch einen solchen Volksentscheid für Dänemark», sagt Parteichef Kristian Thulesen. Allerdings will er nicht wirklich aus der EU austreten – dies wäre für das kleine Land Dänemark unvorteilhaft, sagt er; sondern er will wie David Cameron von Brüssel weitere Zugeständnisse erzwingen und den dänischen Wohlfahrtsstaat den Ausländern möglichst vorenthalten.

Vieles im Populismus der DF schürt ungehemmt Ressentiments. Vereinzelte Missbrauchsfälle bei Sozialleistungen für Migranten haben in Dänemark in den vergangenen Jahren für Aufregung gesorgt, etwa wenn Kindergeld – rechtlich korrekt – an in Osteuropa wohnende, aber in Dänemark arbeitende Empfänger ausbezahlt wurde.

Ausserdem malen die DF und andere rechte dänische Kreise ein fremdenfeindliches Bild von den generell kriminellen Osteuropäern, die Dänemark heimsuchen. (nan.)