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Rebellen erzielen Erfolg im Süden

Jemen Jemenitische Separatisten haben gestern die strategisch wichtige Hafenstadt Aden unter ihre Kontrolle gebracht. Nach übereinstimmenden Berichten arabischer Fernsehstationen konnten die radikal-islamistischen Rebellen des «Hirak», der Bewegung für einen unabhängigen Süd-Jemen, die Truppen von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi aus allen wichtigen Stellungen vertreiben. Mehr als 50 Menschen sollen bei den seit Sonntag tobenden Kämpfen ums Leben gekommen sein. Auch der Präsidentenpalast in der provisorischen Hauptstadt des Jemens wurde von den Separatisten umzingelt, die Angestellten der Regierung unter Hausarrest gestellt.

Bereits am Montag hatte der «Hirak» seinen «grossen Sieg» verkündet. Eine formelle Unabhängigkeitsproklamation liegt aber nicht vor. Auch die wichtigsten Unterstützer der Kampfparteien in Aden, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, haben auf die dramatischen Ereignisse in Aden bisher nicht reagiert.

Für den jemenitischen Staatspräsidenten Hadi, der von seinem Exil in Riad die Geschehnisse im Süden seines Landes zu beeinflussen versucht, könnte die Machtübernahme des «Hirak» das endgültige politische Aus bedeuten. Hadi hatte mit einer Reihe von politischen Fehlentscheidungen den Machtzuwachs der Separatisten begünstigt. (mwl)

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