Reaktor wieder in Betrieb?

Nordkorea Aus Verärgerung über die USA will Nordkorea nach eigenen Angaben den vor vierzehn Monaten stillgelegten Atomreaktor in seinem umstrittenen Nuklearkomplex Yongbyon wieder in Betrieb nehmen.

Drucken
Teilen

Nordkorea

Aus Verärgerung über die USA will Nordkorea nach eigenen Angaben den vor vierzehn Monaten stillgelegten Atomreaktor in seinem umstrittenen Nuklearkomplex Yongbyon wieder in Betrieb nehmen. Nordkorea treffe derzeit gründliche Vorbereitungen für einen Neustart des Reaktors, sagte gestern der nordkoreanische Atomunterhändler Hyon Hak Bong in Panmunjom. Nordkorea ist verärgert, weil die USA es nicht von der Liste der «Schurkenstaaten» gestrichen haben. (dpa)

Anti-Islam-Kongress

Krawalle in Köln

Mit teils gewaltsamen Protesten haben gestern Gegendemonstranten den Auftakt eines umstrittenen Anti-Islamisierungs-Kongresses der rechtspopulistischen Bürgerbewegung «Pro Köln» massiv behindert. Mindestens sechs Gegendemonstranten wurden vorübergehend festgenommen. Die Regierung in Berlin verurteilte den Kongress als Gefahr für die Integrationsbemühungen in Deutschland. (ap)

Frankreich

Ohne Big Brother

Nach heftigen Protesten von Datenschützern hat die französische Regierung ihre Pläne für eine sogenannte «Big-Brother-Kartei» massiv entschärft. Die geplante Datenbank soll nun nicht mehr wie zunächst vorgesehen Angaben über sexuelle Vorlieben oder Krankheiten registrierter Bürger enthalten, berichtete gestern der «Figaro». Eingeschränkt wurde auch der Kreis der Personen: Abgeordnete und Gewerkschafter sollen nicht mehr erfasst werden. Minderjährige dürfen weiterhin aufgenommen werden, aber ihre Daten sollen mit der Volljährigkeit gelöscht werden. (dpa)

Spanien

Anreize zur Rückreise

Spanien will Zehntausende arbeitslos gewordene Einwanderer aus Nicht-EU-Staaten und ihre Familien zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen. Als Anreiz sollen sie die gesamte ihnen zustehende Arbeitslosenhilfe erhalten, kündigte gestern Arbeitsminister Corbacho in Madrid an. Konkret ist vorgesehen, dass die Immigranten 40 Prozent des Arbeitslosengeldes vor der Abreise und den Rest einen Monat nach der Ankunft in der Heimat gezahlt bekommen. Während drei Jahren dürfen sie dann nicht nach Spanien zurück. (dpa)

Irak

US-Angriff trifft Zivilisten

Bei einem Luftangriff der US-Armee nördlich von Bagdad sind gestern acht Mitglieder einer Familie getötet worden. Nach irakischen Angaben waren Frauen und Kinder unter den Toten. Die US-Armee sprach von einem gezielten Angriff auf einen Terroristen; sie nannte sieben Tote. (dpa)

Aktuelle Nachrichten