Putin stoppt alle Flüge nach Ägypten

MOSKAU/LONDON. Knapp eine Woche nach dem Flugzeugabsturz über der Sinai-Halbinsel mit 224 Toten hat Russlands Präsident Putin die Aussetzung aller Flüge nach Ägypten angeordnet. Er habe damit eine Empfehlung des Inlandsgeheimdienstes FSB angenommen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow gestern.

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MOSKAU/LONDON. Knapp eine Woche nach dem Flugzeugabsturz über der Sinai-Halbinsel mit 224 Toten hat Russlands Präsident Putin die Aussetzung aller Flüge nach Ägypten angeordnet. Er habe damit eine Empfehlung des Inlandsgeheimdienstes FSB angenommen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow gestern. Der FSB hatte erklärt, er halte es für «notwendig, die Flüge russischer Gesellschaften nach Ägypten auszusetzen, bis die wahren Gründe für den Absturz gefunden sind.»

Probleme für die Rückkehrer

Grossbritannien begann gestern, seine etwa 20 000 Touristen in Ägypten unter verschärften Sicherheitsmassnahmen nach Hause zu holen. Diese dürfen nur Handgepäck mitnehmen, das andere Gepäck werde «separat transportiert», hiess es. Kairo gab deshalb nur für 8 statt der ursprünglich 29 geplanten britischen Flugzeuge eine Starterlaubnis von Sharm-el-Sheikh. Allein die Fluggesellschaft «Easyjet» habe 18 Flüge zur selben Zeit geplant. Der Flughafen sei aber nicht in der Lage, so viel Gepäck zu lagern, hiess es in Kairo.

Beim Rückflug der Schweizer «Edelweiss Air» aus Sharm-el-Sheikh darf das Gepäck normal aufgegeben werden, sagte deren Sprecher Andreas Meier. Den Hinflug von Zürich aus hatte etwa ein Drittel der Passagiere nicht angetreten. (rtr/sda)