Puigdemont gibt auf

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Katalonien Der Anführer der ­katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter, Carles Puigdemont, verzichtet auf das Amt des Regionalpräsidenten. «Ich werde nicht für das Amt des Regionalpräsidenten kandidieren», gab er gestern Abend bekannt. Seinen Verzicht verkündete Puigdemont in einer in sozialen Netzwerken verbreiteten Videobotschaft. Der Politiker war wegen seiner Unabhängigkeitsbestrebungen im Oktober von der spanischen Justiz als Regionalpräsident Kataloniens abgesetzt worden und hatte sich daraufhin ins Exil nach Belgien abgesetzt, um einer Strafverfolgung in Spanien zu entgehen.

Bei einer Rückkehr droht ­Puigdemont die Festnahme ­wegen Aufruhrs und Rebellion. Ende Januar urteilte das Verfassungsgericht, für eine Amtseinführung müsse Puigdemont vor dem Regionalparlament erscheinen. Bei der von Madrid angesetzten Parlamentswahl in Katalonien am 21. Dezember verteidigte das Lager der Unabhängigkeitsbefürworter seine absolute Mehrheit. Seither sucht es nach einem Ausweg aus dem Dilemma. (sda)